Unkraut abgeflämmt - Gladbecker erleidet Brandverletzung

Gern genutzt zur Unkrautbeseitigung: Ein Gasbrenner, der mit Propangas betrieben wird.
Gern genutzt zur Unkrautbeseitigung: Ein Gasbrenner, der mit Propangas betrieben wird.
Foto: WAZ
Bei Gartenarbeiten am Samstag geriet Konifere in Brand. Verpuffung durch Benzinkanister. Opfer mit Hubschrauber in Spezialklinik nach Duisburg gebracht.

Gladbeck..  Bei Gartenarbeiten mit einem Gasbrenner erlitt ein Mann (51) aus Butendorf am Samstagmittag erhebliche Brandverletzungen. Er wurde mit dem Rettungs-Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Duisburg geflogen. Die Luxemburger Straße urde während des Helikopter-Einsatzes kurzzeitig von der Polizei für den Autoverkehr gesperrt.

Konifere brannte

Das Unglück ereignete sich kurz vor 13 Uhr an der Straßburger Straße in Butendorf. Der 51-Jährige war laut Feuerwehr und Polizei um die Mittagszeit auf seinem Grundstück damit beschäftigt, Unkraut mit einem Abflämmgerät (Propangas-betrieben) zu verbrennen. Dabei geriet jedoch eine Konifere, die Teil einer Hecke ist, in Brand und stand innerhalb kürzester Zeit in Flammen. Was wiederum dazu führte, dass ein daneben im Gebüsch abgestellter Benzinkanister (5 Liter) ebenfalls Feuer fing und es zu einer Verpuffung kam. (Der Kanister sollte bei späteren Arbeiten mit der Motorsäge zum Einsatz kommen.) Dabei zog sich der Mann vermutlich die Verletzungen zu, die er selbst allerdings zunächst nach eigener Aussage nicht bemerkte, da er versuchte, die Konifere mit Wasser aus dem Gartenschlauch zu löschen.

Verkettung unglücklicher Umstände

„Das war eine Verkettung unglücklicher Umstände“, beschreibt Georg Fragemann (Rettungsdienst Feuerwehr) die Entwicklung der Geschehnisse. Dennoch hatte der Hobbygärtner bei allem Unglück auch Glück: Ein aufmerksames Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gladbeck bemerkte den Rauch über der Koniferenhecke und alarmierte sofort die Kollegen auf der Wache. Somit wurde die Hilfe zügig organisiert.

Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer schnell gelöscht. Die Brandverletzungen des Opfers, hauptsächlich im Brustbereich, hätten auf den ersten Blick schlimmer ausgesehen, als sie tatsächlich waren, so die Feuerwehr. Dennoch erschien eine Behandlung in einem auf Brandopfer spezialisierten Krankenhaus notwendig. Da in einem Gelsenkirchener Krankenhaus keine freien Plätze vorhanden waren, flog ein Hubschrauber das Opfer nach Duisburg.

Bei großer Hitze und Trockenheit gilt erhöhte Vorsicht bei Arbeiten mit offenem Feuer, so die Feuerwehr. Problematisch sei, dass bei Benutzung eines Gasbrenners eine Flamme, die sich zunächst am Boden entwickle, nicht sofort bemerkt werde, so Georg Fragemann. Und ein Nadelbaum wie eine Konifere „brennt bei dieser Trockenheit sofort durch“.

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