Taiko-Trommeln: Japanische Klänge an der Roßheideschule

Die Teilnehmer des Taiko-Trommelkurses der „Gladbecker Sportgemeinschaft e. V.“ üben für ihren großen Auftritt auf dem zweiten Gladbecker Markt der Talente.
Die Teilnehmer des Taiko-Trommelkurses der „Gladbecker Sportgemeinschaft e. V.“ üben für ihren großen Auftritt auf dem zweiten Gladbecker Markt der Talente.
Foto: Funke Foto Services
In Brauck können sich Interessierte in der Kunst des Taiko-Trommelns üben und eine fremde Musik-Kultur erleben. Kurse werden wöchentlich angeboten.

Gladbeck.. Rhythmische Melodien, laute Schlaggeräusche und eingehende Gesänge sind jede Woche in Brauck zu hören, wenn ein Taiko-Trommelkurs der „Gladbecker Sportgemeinschaft e. V.“ zusammen übt. Die fünf unterschiedlichen Gruppen für Erwachsene, von Anfänger bis Profi, geben in der Lichthalle der Roßheideschule sowie in der näheren Umgebung sprichwörtlich den Ton an: Sie bringen seit 2013 die traditionell japanische Musik der Samurai – laut und leise – in den örtlichen Kulturkreis.

Geschichte des musikalischen Sports - Ursprünge bei den Samurai

Wolfgang Weishaupt, erster Vorsitzender der „Gladbecker Sportgemeinschaft e. V.“ berichtet: „Damals schlugen japanische Krieger die Trommeln vor größeren Schlachten, um sich aufzuwärmen und den Gegner zu ängstigen. Sie wollten sich in einen Trance-Zustand versetzen – eine Kampf-Trance. Die Trommeln der Samurai konnte man mehrere Kilometer weit hören.“ Heute stehen der Sport, die Übung und das mentale Training im Vordergrund der Übungen. Er betont: „Die Teilnehmer schulen in unseren Kursen ihre motorischen Fähigkeiten, ihre Koordination und ihr Rhythmusgefühl.“

Von schwachen und leisen bis zu starken und hammerartigen Schlägen der Trommelstöcke – die Spielarten der Taiko-Trommeln (jap. auch „Daiko“ genannt) sind variantenreich. Ob „Shime-Daiko“ (kleine Trommel zur Taktangabe), „Miya-Daiko“, (mittelgroße, fassförmige Röhrentrommel) oder „Odaiko“ (große, fassförmige Röhrentrommel), alle klingen unterschiedlich. Teilnehmer der Taiko-Kurse wissen, dass es hauptsächlich auf die Absprache und das Zusammenspiel ankommt, um den richtigen Klang zu erzielen.

Hans-Jürgen Reimann (58), einer der Spieler des außergewöhnlichen Musikinstruments, der mit seiner Frau Barbara (59) jeden Freitag einen Kurs besucht, schildert: „Wir können uns beim Training entspannen. Aggressionen werden abgebaut; Die Töne wirken beruhigend.“

Fragt man ihn, wie er und seine Frau zum Taiko gekommen sind, erinnert er sich an ein besonderes Erlebnis: Das Paar hatte zuerst von Taiko-Trommeln im Radio gehört und sich danach einen Auftritt eines Taiko-Ensembles angesehen. „Die Zeche Hugo in Buer wurde Schauplatz einer einmaligen Aufführung. Das hat uns zum Sport geführt, den wir nun mit unserer Gruppe gerne zusammen machen“, so Reimann.

Auftritte der Gladbecker Taiko-Gruppen sollen das Publikum beeindrucken

Die Gruppe des Ehepaars, die Wolfgang Weishaupt leitet, blickt am Samstag, den 13. September, einem eigenen Auftritt entgegen. Interessierte können sich beim zweiten Gladbecker Markt der Talente ab 14 Uhr ein eigenes Bild der japanischen Trommelkunst machen.

Ein anderer Kurs spielt am Samstag, den 5. September, auf dem Gladbecker Appeltatenfest ab 14.15 Uhr. Der Willy-Brandt-Platz ist Ort der Aufführung.

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