Streit um „Stadtallee“ geht unvermindert weiter

Planskizze: die neue Stadtallee auf dem Tunneldach der A 52.
Planskizze: die neue Stadtallee auf dem Tunneldach der A 52.
Foto: WAZ Gladbeck
Der politische Streit um die Verkehrsbelastung auf der künftigen „Stadtallee“ geht unvermindert weiter.

Gladbeck..  Die „Stadtallee“ ist bekanntlich jene Straßenverbidnung zwischen Schützenstraße und Graben-/Landstraße, die auf dem Tunnmeldach der A 52 entstehen soll, falls es zu einem Ausbau mit einem 1,5 km langen Tunnelbauwerk kommt.

Die Partei Die Linke meldete sich nun am Wochenende per Pressemitteilung zu Wort und verwies auf ein „bisher unbekanntes Gutachten der Ingenieurgesellschaft Stolz mbH aus dem Januar 2011“, das ihr nun vorliege. In dieser laut „Die Linke“ von Straßen.NRW in Auftrag gegebenen Untersuchung würden die künftigen Verkehrsströme bis zum Jahr 2025 sehr detailliert prognostiziert.

„Erschreckende Zahlen kommen da von fachkundiger Seite aufs Tapet“, meint der Gladbecker Die-Linke-Fraktionschef Olaf Jung. Die Gutachter würden unter anderem ausführen, dass die Verbindungsstraße zwischen der Schützenstraße und der Grabenstraße mit bis zu 15 200 Fahrzeugen pro Tag auf dem östlichen Abschnitt belastet werde; und diese Straße sei zudem in der Lage, zusätzliche Verkehre aufzunehmen, wenn entsprechende innerstädtische verkehrliche Maßnahmen (zum Beispiel zur Entlastung der Wilhelmstraße) ergriffen würden.

Die Partei Die Linke verweist in ihrer Mitteilung auf weitere Details aus diesem Gutachten, wobei es unter anderem um die Verkehrsströme aus dem Bereich Brauck in Richtung der neuen Stadtallee geht und auch um mögliche weitere Verkehrs-Verlagerungen im Stadtgebiet Gladbeck im Zuge des A-52-Ausbaus.

Kruse: „Stadtallee und Sportallee sind Worthülsen“

Die-Linke-Ratsmitglied Franz Kruse meint alles in allem mit Blick auf dieses Gutachten: „Die Zahlen über die Verkehrsströme beweisen, dass die Begriffe ,Stadtallee’ und ,Sportallee’ Worthülsen sind.“ Mit „gezielten Falschinformationen“, so Franz Kruse weiter, wolle man „verzweifelt“ eine Mehrheit für den Bau einer Transitautobahn durch Gladbeck „erschwindeln“.

Franz Kruse: „Diese dramatischen Verkehrszahlen findet man im Infopoint der Stadt bestimmt nicht. Das spricht Bände über die Glaubwürdigkeit der Informationen, die den Gladbecker Bürgern zugänglich gemacht werden. 15 200 Kfz pro Tag kann so manche Bundesstraße nicht aufweisen, aber in Gladbeck könnten es noch mehr werden, wenn durch verkehrsbeeinflussende Maßnahmen die Fahrzeuge von der Wilhelm- und Gartenstraße auch noch auf den Tunneldeckel verlagert werden.“

 

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