Stillgelegte Bahngleise - eine Chance für Ellinghorst

Die stillgelegte Bahntrasse am Rande von Ellinghorst könnte zum attraktiven Radweg werden.
Die stillgelegte Bahntrasse am Rande von Ellinghorst könnte zum attraktiven Radweg werden.
Foto: WAZ FotoPool
Wer an einem schönen Sommertag frühmorgens am Haarbach zwischen Ellinghorst und Rentfort unterwegs ist, erlebt die grüne Welt des Gladbecker Westens wie aus dem Bilderbuch. Auf der stillgelegten Zechenbahntrasse ganz in der Nähe ließe sich ein toller Radweg verwirklichen.

Gladbeck..  Sie müssen sich schon ein wenig durch das wuchernde Gestrüpp vorarbeiten, um vom A-5-Wanderweg zu den Gleisen zu gelangen. Doch die Visite lohnt sich. Sofort wird deutlich: Die stillgelegte Zechenbahnstrecke zwischen Bottroper Straße und Möllerstraße bietet eine schöne Chance für Ellinghorst und Gladbecks Westen!

Einst fuhren hier die mit Kohle beladenen Züge Richtung Bottrop, zur dortigen Kokerei oder zum Stadthafen am Rhein-Herne-Kanal. Die Zeiten des Lärms und der quietschenden Waggons sind am Rande von Ellinghorst längst vorbei. Idylle breitet sich über den Gleisen aus, die langsam, aber sicher zuwachsen und die sich stellenweise schon jetzt unter einem dicken grünen Teppich verstecken.

Was wäre das für ein Radweg: Vom ehemaligen Bahnübergang an der Bottroper Straße geht es am renaturierten Haarbach entlang in Richtung Kampstraße, die auf einer hohen Brücke passiert wird. Dann weiter in Richtung Stollenstraße, am dortigen Gewerbegebiet vorbei bis zum ehemaligen Bahnübergang an der Möllerstraße.

Politik diskutiert Projekt bereits - Vorbilder in der Region

Das Thema ist längst auch in der kommunalpolitischen Diskussion angekommen. Die CDU hat es bereits vor längerer Zeit aufgegriffen. Sie dringt darauf, dass alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, um das Projekt zu verwirklichen. Im Zuge des Kommunalwahlkampfes unterstrichen im April und Mai auch Spitzenkandidaten anderer Parteien, dass sie eine solche Radwegtrasse für attraktiv und sinnvoll halten.

Beispiele in der Region gibt es ja genug. Allen voran die Erzbahntrasse vom Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen bis zur Jahrhunderthalle in Bochum. Sie zeigt besonders eindrucksvoll, was in alten Bahnstrecken steckt, wenn man deren Freizeitwert konsequent nutzt. Auch auf der alten Zeche-Hugo-Trasse in Gelsenkirchen sind längst die Radler unterwegs. Warum also nicht auch am Rande von Ellinghorst, wo sich ja auch eine schnelle Anbindung an das nicht weit entfernte Wittringer Radwegenetz verwirklichen ließe. . .

Kühe grasen am Rand der Weide unter den Bäumen eines kleinen Wäldchens

Wer an einem schönen Sommertag frühmorgens am Haarbach zwischen Ellinghorst und Rentfort unterwegs ist, erlebt die grüne Welt des Gladbecker Westens wie aus dem Bilderbuch. Die St.-Elisabeth-Kirche blinzelt auf der anderen Seite der Bottroper Straße durch die Baumwipfel, die Ellinghorster gehen mit ihren Hunden Gassi, die Kühe grasen am Rand der Weide unter den Bäumen eines kleinen Wäldchens, durch das sich der A-5-Wanderweg in Richtung Johowgarten schlängelt.

Ja, das etwas versteckte grüne Grenzland des Stadtteils strahlt pure Ruhe aus.

 
 

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