Stadt prüft Angebot fürs freie WLAN

„Das Ziel muss sein, in der zentralen Innenstadt ein kostenloses WLAN anzubieten – aber es gibt noch Tücken im Detail“, sagt Mario Herrmann, Vorsitzender des Ausschusses für integrierte Innenstadtentwicklung. Der Grüne sprach damit den Gremiumsmitgliedern aus der Seele, setzen doch alle auf das kostenlose Internet, um die City attraktiver zu gestalten.

Die Anregung von Linke und Alternative Bürgerinitiative (ABI) jedoch griffen sie nicht auf. Die forderten die Einrichtung des sogenannten Freifunks, was Selbstmach-Netze sind, bei der jeder Nutzer über einen speziellen Router anderen den Zugang zum weltweite Netz ermöglicht. Stadtsprecher Tim Deffte machte klar, dass sich die Stadt seit längerem mit dem Thema beschäftigt. Ziel: „Bestenfalls kostenlos und ohne komplizierte Anmeldung.“

Hermann: „Freifunk wäre wünschenswert, aber die Rechtslage ist noch offen.“ Er würde sein Netz nicht für andere öffnen. „Es bleibt ein Restrisiko.“ Andreas Willmes (CDU): „Kostenfreies Internet muss nicht Sache der Kommunen sein.“ In anderen Städten würden dies beispielsweise Initiativen machen. In Gelsenkirchen stemme dies die ISG mit einem Freifunkverein. Die Stadt prüft derzeit ein Anbieter-Angebot. Deffte: „Erst wenn es rechtlich ok ist, können wir über Zahlen sprechen.“

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