Stadt kontert: Standards für A52 in Gladbeck haben Bestand

Bundesstraße 224 in Gladbeck.
Bundesstraße 224 in Gladbeck.
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Der Schlagabtausch zur A52 geht unvermindert weiter – die Stadt Gladbeck weist die jüngsten Behauptungen des Bürgerforums strikt zurück.

Gladbeck..  Die Stadt Gladbeck weist die jüngsten Behauptungen und Einschätzungen des Bürgerforums und von Ratsmitglied Franz Kruse (Die Linke) strikt zurück.

Der Bericht des Bundesrechnungshofes, den das Bürgerforum jetzt anführe, stelle die vereinbarten Standards für den Ausbau der B224 zur A52 auf Gladbecker Stadtgebiet keineswegs infrage.

Die Behauptungen des Bürgerforums und der Partei „Die Linke“, Tunnel und Stadtallee seien damit erledigt und die Maßnahmen zum Schutz der Gladbecker Bevölkerung werde es nicht geben, seien falsch, unterstreicht die Stadtpressestelle in einer aktuellen Mitteilung.

Der besagte Bericht des Bundesrechnungshofes befasse sich ausdrücklich nicht mit dem Streckenabschnitt durch Gladbeck zwischen Autobahn 2 und Buer einschließlich Tunnel und Lärmschutz. Die umfangreichen Verabredungen zum Schutz der Gladbecker Bevölkerung seien bekanntlich mit Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums getroffen worden und weiterhin Grundlage der Planung für den Ausbau der Bundesstraße 224 zur Autobahn 52.

Das Bürgerforum appelliert unterdessen in persönlichen Schreiben an die Mitglieder des Rates der Stadt Gladbeck, in der nächsten Ratssitzung, die für den 10. März terminiert ist, dafür zu sorgen, dass der Pro-A52-Beschluss vom 26. November des vorigen Jahres aufgehoben wird. „Machen Sie sich nicht zum Mittäter - Schützen Sie Gladbeck vor einem nicht abgesprochenen Autobahnbau“ – so lautet die Überschrift der E-Mails, die das Bürgerforum an die Ratsmitglieder verschickt hat. Einige Ratspolitiker reagierten umgehend und forderten Matthias Raith und seine Mitstreiter mit deutlichen Worten auf, solche an persönliche Adressen versendete Post künftig zu unterlassen.

Neue Entwicklung am Dienstagabend: Dringlichkeitsantrag von SPD und Grünen

Zur nächsten Ratssitzung am 10. März legten SPD und Grüne am Dienstagabend eine Dringlichkeitsantrag vor: Im Namen der SPD-Ratsfraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bitten die beiden Parteien den Bürgermeister, das Thema „Sachstand der Beauftragung des Landes für die Planung A 52“ auf die Tagesordnung der Ratssitzung zu setzen. In diesen aktuellen Sachstandsbericht soll auch der jüngste Erlass des Landesverkehrsministeriums einbezogen werden.

Bemerkenswert: Auch ein Vertreter des Landes NRW soll in die Ratssitzung eingeladen werden. Am vorigen Donnerstag (25. Februar) hatte das Landesverkehrsministerium, wie berichtet, die Landesbehörde Straßen.NRW beauftragt, mit der konkreten Projektplanung für den A52-Abschnitt zwischen A 2 und Stadtgrenze Buer zu beginnen.

 
 

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