Stadt: Kein Parken auf Gehweg an der Bottroper Straße

Michael Bresgott
Erika Schill am Fenster ihrer Wohnung an der Bottroper Straße - die Gladbeckerin fordert Klarheit beim Thema Stellplätze vor dem Haus (siehe breite Fläche links unten).
Erika Schill am Fenster ihrer Wohnung an der Bottroper Straße - die Gladbeckerin fordert Klarheit beim Thema Stellplätze vor dem Haus (siehe breite Fläche links unten).
Foto: Funke Foto Services
Das Ehepaar Schill von der Bottroper Straße fordert die Freigabe einer Gehwegfläche fürs Parken oder ein beschildertes Parkverbot. Klarheit müsse her.

Gladbeck.  Erika und Rainer Schill fordern, dass das Parken auf dem Bürgersteig vor dem Haus an der Bottroper Straße, in dem sie wohnen, auf mehreren Stellplätzen erlaubt wird - oder ein beschildertes Parkverbot.

Die besagten Stellplätze sollen nach dem Vorschlag des Ehepaars direkt vor einem kürzlich neu errichteten Wohnhaus entstehen (gegenüber von Edeka Zurheide). Regelmäßig würde diese Fläche schon jetzt zum Parken genutzt, wobei bei Kontrollen Knöllchen verteilt würden. Nach Überzeugung des Ehepaars Schill sollte man das Parken auf dieser Fläche schnellstmöglich legalisieren oder per Beschilderung verbieten - Klarheit müsse auf jeden Fall her.

Die WAZ fragte bei der Stadt nach und erhielt eine umfassende, schriftliche Stellungnahme: „Die Gehwege sind in diesem Bereich nicht zum Parken freigegeben.“ Dies müsse mit einem Extra-Schild genehmigt sein; es müsse auch kein Verbotsschild aufgestellt werden, weil das Parken auf Gehwegen generell nicht erlaubt sei.

„Pkw auf dem Gehweg ein Hindernis“

Dass genügend Platz für Stellplätze auf dem Gehweg vorhanden sei, „mag der Familie Schill so vorkommen“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt weiter. „Das sieht aber vielleicht eine Mutter mit Kinderwagen oder ein Mensch mit Rollator deutlich anders.“

Jeder Pkw auf einem Gehweg stelle ein Hindernis dar und sei zumindest sichteinschränkend. Vor dem Hintergrund, dass in diesem Bereich barrierefreie Wohnungen entstanden seien und dort auch eine Bushaltestelle und eine Querungshilfe vorhanden seien, könne das Parken dort definitiv nicht geduldet werden.

„Horster Straße ist keine reine Quartiersstraße“

Auch einen weiteren Vorschlag des Ehepaars Schill lehnt die Stadt strikt ab - die beiden Gladbecker klagen über den intensiven Lkw-Lärm, vor allem auch in der Nacht, der von der Bottroper Straße ausgehe und schlagen ein Tempo-30-Limit in diesem Abschnitt der Bottroper Straße vor.

Die Stadtverwaltung antwortet dazu: „Die Bottroper Straße ist eine Hauptverkehrsstraße. Sie kann aufgrund ihrer wichtigen Funktion für das städtische Straßennetz nicht dieselben Vorzüge hinsichtlich Wohnqualität und ruhiger Verkehrslage bieten wie eine reine Wohnstraße. Beispiele sind hier die reinen Quartiersstraßen (Tempo-30-Zone) Memeler Straße oder auch Ortelsburger Straße.“

Weiter heißt es: „Über die Bottroper Straße müssen Lkw und Busse fahren zur Versorgung der Innenstadt und zur Abwicklung des Personennahverkehrs. Es verbieten sich Tempobeschränkungen auf diesen Hauptverkehrsstraßen bzw. Lebensadern der Stadt ohne handfesten und trifftigen Grund.“