Sportamt: Von Kunstrasen in Gladbeck geht keine Gefahr aus

Stefan Andres
Beim Auftragen der Kunstrasenplätze in Gladbeck - hier bei Preußen an der Konrad-Adenauer-Allee - wurden mit Sand und nicht mit Granulat verfüllt.
Beim Auftragen der Kunstrasenplätze in Gladbeck - hier bei Preußen an der Konrad-Adenauer-Allee - wurden mit Sand und nicht mit Granulat verfüllt.
Foto: Joachim Kleine-Büning
  • Umstrittenes Granulat aus Holland wurde in Gladbeck nicht verbaut
  • Sportamtsleiter Bugdoll gibt Entwarnung für die Plätze in Rentfort und Stadtmitte
  • Die Kunstrasen des BVR und von Preußen wurden mit Sand verfüllt

Gladbeck. Klaus-Dieter Bugdoll gibt Entwarnung. Der Leiter des Amtes für Integration und Sport der Stadt Gladbeck reagierte auf verschiedene Berichte, in denen Wissenschaftler vor einer möglichen Gesundheitsgefährdung bei Kunstrasenplätzen in den Niederlanden warnen.

„Unsere beiden Kunstrasenplätze in Gladbeck sind sandverfüllt“, sagt Klaus-Dieter Bugdoll und beruhigt somit die Fußballer und viele Eltern von Kindern, die auf den Plätzen an der Hegestraße und Konrad-Adenauer-Allee kicken. „Für uns hat das zum Glück keine Relevanz. In unseren Kunstrasenfeldern sind keine Gummi-Granulate verbaut.“ Auf Kunstrasenplätzen in den Niederlanden sollen sich in der Füllschicht krebserregende Stoffe befinden.

Das Granulat galt schon vor einigen Jahren als umstritten

Bevor 2009 der erste Kunstrasenplatz auf der Anlage des BV Rentfort an der Hegestraße eröffnet wurde, traf die Stadt ein Jahr zuvor in ihren Vorbereitungen die ersten Vorkehrungen. Dazu gehörte auch, dass das schon damals umstrittene Granulat nicht verbaut werden solle.

Alfred Ulenberg, Gutachter, Sportplatz-Experte und Landschaftsarchitekt aus Straelen hatte vor dem Bau des ersten Kunstrasenplatzes in Gladbeck davon abgeraten. Und auch bei dem Ende 2013 eingeweihten Platz von Schwarz-Gelb Preußen wurde nur Sand verarbeitet.