SPD reagiert auf Kruse: „Er ist ein geistiger Brandstifter“

SPD-Stadtparteitag am 14. November in Rentfort-Nord.
SPD-Stadtparteitag am 14. November in Rentfort-Nord.
Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se
Kaum hat das neue Jahr 2016 begonnen, geht die A52-Debatte in eine neue Runde. Im Blickpunkt: die jüngsten Äußerungen von Ausbaugegner Franz Kruse.

Gladbeck..  Die Stadt Gladbeck weist jüngste Aussagen von WAZ-Leser Hermann Sperl und Die-Linke-Ratsmitglied Franz Kruse zurück, durch die der Eindruck erweckt werde, „Bürgermeister Ulrich Roland hätte auf dem SPD-Parteitag im November angekündigt, dem Bürgerforum den weiteren Dialog zu verweigern“.

Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Behauptungen nachweislich falsch seien. Diese Aussage sei vom Bürgermeister nicht getroffen worden. Dies ergebe sich auch eindeutig aus der Parteitags-Berichterstattung der WAZ.

Auch die SPD reagiert in einer aktuellen Pressemitteilung auf die Kruse-Kritik: „Franz Kruse ist ein geistiger Brandstifter“, meint Geschäftsführer Andreas Dunkel. „Es ist wohl nicht genug, dass Herr Kruse bereits im Stadtrat in unverschämter Weise alle Ratsmitglieder, die nicht seiner Meinung sind, als ,undemokratisch’ hinstellen wollte und in diesem Zusammenhang auch mit einem Nazi-Vergleich nicht sparte.“

SPD: „Kruse verbreitet Lügen und Halbwahrheiten“

Der neuerliche Vorwurf in Richtung Bürgermeister, er spalte erneut die Stadtgesellschaft, weil er angeblich nicht mehr mit den Ausbaugegnern reden wolle, zeige ganz deutlich: „Kruse versucht durch die Verbreitung von Lügen und Halbwahrheiten den Bürgermeister und damit auch die SPD zu diskreditieren.“

Die Niederschrift des Parteitags belege eindeutig, was der Bürgermeister gesagt habe: „Ich bin tief enttäuscht von Land und Bund“, formulierte Roland beim SPD-Parteitag mit Blick auf die weiteren Ausbaupläne von Bund und Land für die A52 zwischen Autobahn 42 (Essen-Nord) und Autobahn 2. „Dann wird uns der ganze Verkehr vor die Haustür gekippt. Wir mussten handeln, um dieses zu verhindern.“

Nur deshalb hätten die darauffolgenden Gespräche mit Land und Bund überhaupt stattgefunden. Der Bürgermeister ergänzte: „Die Art und Weise, wie nun aber die Ausbaugegner mit den Lokalpolitikern in Wort und Bild umgehen, ist nicht in Ordnung und ist Gift für das politische Klima in unserer Stadt.“

Auch Hübner reagiert

Auch SPD-Fraktionschef und Landtagsabgeordneter Michael Hübner reagiert. Er formuliert mit Blick auf die lokale A52-Debatte, handelnde Lokalpolitiker würden auf Plakaten mit „Mördern“ gleichgestellt. „Wenn das die ,neue Gladbecker Art’ der politischen Auseinandersetzung ist, brauchen wir uns über die Dresdener ,Galgenreservierungen’ nicht mehr aufregen. Ist doch nur Satire.“

Gerdes fordert Entschuldigung

SPD-Bundestagabgeordneter Michael Gerdes fordert vom Bürgerforum eine öffentlich hörbare Entschuldigung, sonst würde er sich mit der Initiative nicht mehr auseinandersetzen. Laut Gerdes ist der erzielte Ausbaukompromiss die Chance, die Teilung Gladbecks zu beenden.

 
 

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