„Spannung“ heißt das Schlüsselwort

Ohne Buch geht Halina Monika Sega nicht ins Bett. Der Schmöker muss kein Krimi sein, auch andere Sparten gefallen ihr. Ihr Lieblingsautor? Der Name kommt wie aus der Pistole geschossen: Dan Brown.

Aber wenn’s um Kriminalgeschichten geht, darf ihr ruhig eine Gänsehaut über den Körner rieseln. Mit Klassikern der Kriminal- und Detektiv-Literatur habe sie es nicht so, gesteht sie. Agatha Christie? Geschichten mit Spürnasen wie Sherlock Holmes? Inspector Barnaby, der per Fernsehen im nicht ganz so beschaulichen England Tätern auf der Spur ist? – Zu langweilig, findet die Gladbeckerin. Gerne schalte sie hingegen ein, wenn die Sendung „Criminal Minds“ läuft: „Das ist nichts für schwache Nerven.“

„Spannung“ – das ist für die 53-Jährige das Schlüsselwort für eine Geschichte, die beim Publikum ankommt. Ob und wie sehr sich ihr Publikum unterhalten fühlt, das bekommt Lesepatin Halina Monika Sega bei ihren Lesungen zu spüren: in Grundschulen, in Seniorenheimen oder im Café Stilbruch. Auch außerhalb Gladbecks ist sie zu Gast. Geplant ist beispielsweise für Juni ein Termin in Mülheim.

Als Talira Tal bei ihr angefragt habe, ob sie für den Sammler „Kriminelle Kurzgeschichten“ Texte beisteuern wollte, habe sie prompt zugesagt. „Wir kennen uns schon ein paar Jahre und sind dick befreundet“, erzählt die 53-Jährige. Mit Talira Tal,Frank Vollmann und Martina Sprenger bildet sie die Gruppe „Wortquartett“; alle Mitglieder sind in der Sammlung „Nervenkitzel“ vertreten. Halina Monika Sega: „Bis auf zwei Autoren kenne ich alle Kollegen, die an dem Buch mitgearbeitet haben.“

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