Sorge über Quecksilberausstoß

125 Kilogramm Quecksilber pro Jahr emittiert das Eon-Kohlekraftwerk in Scholven. Damit gehört es zu den „größten Dreckschleudern der Republik“, wie Claudia Baitinger“, Sprecherin des Landesarbeitskreises Technischer Umweltschutz beim BUND, betont.

Die Zahlen stammen aus einem Gutachten des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik, erstellt im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Laut dieser Studie liegt Scholven auf Platz neun. Die größte Gefahr der Quecksilber-Emissionen sieht Baitinger in den Böden. „Keiner redet darüber, was in den Böden gespeichert ist“, schimpft sie. „Die Langzeitwirkungen sind katastrophal.“ Dort ticke eine gesundheitsschädliche Zeitbombe. Bekannt ist, dass Quecksilber bei Säuglingen und Kleinkindern zu Gehirnschäden führen kann. Zusätzlich kann das Schwermetall auch bei Erwachsenen krebserregend und nervenschädigend sein.

„85 Prozent der Quecksilberemissionen hätten durch quecksilberspezifische Techniken vermieden werden können“, schreibt einer der Autoren der Studie. „Es ist möglich, den Quecksilberausstoß von Kohlekraftwerken zu reduzieren, das muss endlich passieren. Alles andere ist gesundheits- und umweltpolitisch grob fahrlässig“, sagte der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Moderne und effiziente Filtertechniken fordert auch der BUND.

 
 

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