Sie erzählen von der Freundschaft

Eifrige Bühnen-Darsteller: Die Mädchen und Jungen freuen sich schon auf die Premiere am Sonntag um 16 Uhr in der Aula der Aloysiusschule. Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool
Eifrige Bühnen-Darsteller: Die Mädchen und Jungen freuen sich schon auf die Premiere am Sonntag um 16 Uhr in der Aula der Aloysiusschule. Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool
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Gladbeck.. An einem Feiertag ab in die Schule? Das ist für die Sprösslinge vom Muscial-Chor der städtischen Musikschule kein Problem. Denn sie proben gerade fleißig für ihren großen Auftritt. „Tuishi Pamoja“ heißt das neue Stück.

Auf der Bühne herrscht noch ein wenig Chaos, auch wenn die Kinder bereits eine Menge geübt haben und hochmotiviert ihre Lieder singen. Urwaldklänge schallen durch die Aula der Aloysiusschule, und schon laufen die Giraffen und Zebras auf die Bühne ein.

„Bewegen, Freude, Juhu“, ruft Chorleiterin Christina Wienroth. Und auch wenn die eine oder andere Stimme sich noch im Raum verliert, kann sich der Chor in seiner ganzen Breite schon gut hören lassen. Immer wieder animiert die Chorleiterin ihre insgesamt 19 Kinder auf der Bühne.

„Ihr müsst die Leute willkommen heißen.“ Gesagt, getan: Zebras, Giraffen, Erdmännchen und Tiger nehmen sich an die Hand und singen gemeinsam: „Hejo kommt alle her, hört die Geschichte der Freundschaft.“ Nach dem Lied geht alles ganz schnell, die Kinder rennen von der Bühne und holen ihre Püschel. In schwarzen, gelben, und weißen Püscheln wird auf der Bühne getanzt, gestampft und auch mal ein kleines Metzchen gemacht. Schon jetzt wird deutlich: „Tuishi Pamoja“ ist ein Stück mit afrikanischen Rhythmen, das bei den Aufführungen alle Zuschauer in seinen Bann ziehen wird.

Für das Bühnenbild sorgen die Schauspieler höchstpersönlich. Stirnbänder und selbstgemalte Zebra- und Giraffen-T-Shirts bescheren viel Farbe bei den einzelnen Szenen. Großen Wert legen die Musical-Macher auch auf die Bewegung der Kinder.

Mit Zebra und Giraffe

Auch wenn die Geduld der Chorleiterin öfter auf die Probe gestellt wird, schaffen es die Kinder bei den Proben schon, ihr und den anderen Helfern in der Aula ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

„Es ist die Kombination, welches unser Projekt so besonders macht“, weiß Christina Wienroth. Singen, Spielen und Tanzen kommt bei den Schülern gut an. Im Mittelpunkt des Stückes steht die Freundschaft des Zebramädchens Zea und des Giraffenjungen Raffi, die nach Möglichkeiten suchen, ihre beiden von Feindschaft und Vorurteilen geprägten Herden miteinander zu versöhnen. Eine afrikanisch geerdete Geschichte, in der am Ende sogar noch die pfiffigen Erdmännchen auf entscheidende Weise mitwirken.

Hört und sieht man die Kinder auf der Bühne merkt man, dass sie mit allen Sinnen in ihrer Rolle vertieft sind. Auch wenn die Aula zum jetzigen Zeitpunkt noch kahl, kühl und leer ist, haben die jungen Schauspieler schon ein wenig Lampenfieber: „Ich habe Angst davor, dass ich den Text vergesse“, sagt Marla Seewöster, die aber noch fleißig proben wird, damit das nicht geschieht, verspricht sie. Die Kids auf der Bühne sind wahre Musicalfreaks: „Auf der Bühne stehen macht einfach spaß, mehr Spaß als nur Fußball zu spielen“, sagt Kevin Lee-Laupenmühlen.

„Auch wenn wir den ganzen Tag proben, ist es gar nicht anstrengend. Das ist wie bei Starlight Express“, findet Sandro Plenker. Erst gegen 17.30 Uhr (!) verlassen müde Musical-Stars die Proben in der Aula an der Bottroper Straße. Schon mittags hatten sie begonnen - da kommt sogar manch ein Schulttag nicht mit. Aber echte Bühnenkönner sind auch an einem Feiertag einsatzbereit.

 
 

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