Sechs Initiativen gemeinsam

Die Bundesstraße 224 in Gladbeck. Foto: Franz Meinert
Die Bundesstraße 224 in Gladbeck. Foto: Franz Meinert
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck..  Es geht um exakt 15,4 Kilometer Autobahn von Essen-Ost bis Gelsenkirchen-Buer-West mit einer aktuellen Gesamt-Investitionssumme von schon jetzt über 570 Millionen Euro.

So detailreich steht es im aktuellen Internet-Auftritt von Straßen.NRW; und so wird es seit vielen Jahren vehement diskutiert: Der A 52-Lückenschluss zwischen Essen-Ost und Gelsenkirchen-Buer-West ist kein lokales, sondern ein regionales Verkehrsprojekt. Dem tragen nun auch die einzelnen Bürgerinitiativen gezielt Rechnung, die sich in den jeweiligen Städten gegen den A 52-Lückenschluss wehren: Am 2. Oktober protestieren sie erstmals alle gemeinsam gegen die „neue Transitautobahn durch das Revier“.

Das Bürgerforum A 52 (Gladbeck), die Bürgerinitiative „Stoppt A 52“ (Gladbeck), Bürger für Dilldorf (Essen-Kupferdreh), die Bürgerinitiative „Stoppt A 52“ (Essen), „Wege für Essen“ (Essen), die Interessengemeinschaft „Stoppt A 52 (Bottrop) - diese sechs Initiativen protestieren am 2. Oktober ab „Fünf vor Zwölf“ zeitgleich in ihren jeweiligen Städten und planen zudem eine gemeinsame Aktion, deren Details noch nicht feststehen. Sprecherin Meike Maser-Plag betont, dass sich hier erstmalig in diesem Umfang mehrere Bürgerinitiativen aus Gladbeck, Essen und Bottrop zusammengetan hätten, um gegen den A 52-Ausbau zu protestieren.

„Wir wollen, dass endlich über das Gesamtprojekt Transit-Autobahn nachgedacht wird. Dies wurde bisher dadurch verhindert, dass die Strecke in zehn Teilstücke mit einzelnen Genehmigungverfahren zergliedert wurde“, erläutert Anita Porwol aus Bottrop ihre Sicht auf das A 52-Projekt.

Die Bürgerinitiativen unterstreichen in ihrer aktuellen Mitteilung zum gemeinsamen Protesttag am 2. Oktober, dass sie eine sofortige Beendigung der A 52-Ausbauplanung fordern. Zudem soll das Projekt unverzüglich aus dem Bundesverkehrswegeplan genommen werden. Der A-52-Lückenschluss zwischen dem Kreuz Essen-Ost und der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West führe „den europäischen Großlastverkehr mitten durch die Lebensräume von Millionen Menschen“ und gefährde deren Gesundheit und Lebensqualität.

Die Initiativen plädieren dafür, dass das Ruhrgebiet statt der neuen Autobahn ein modernes, „städteübergreifendes Mobilitätskonzept“ entwickelt. Und Meike Maser-Plag ergänzt im Gespräch mit der WAZ mit Blick auf die A 52-Diskussion: „Das wird ein heißer Herbst. Überall in den Städten stehen wichtige Entscheidungen und Termine an.“

 
 

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