RVR prüft schnelle Nord-Süd-Achse Gladbeck-Essen für Radler

Für Radfahrer kein Durchkommen in Richtung Essen – die Bundesstraße 224 in ihrem jetzigen Zustand.
Für Radfahrer kein Durchkommen in Richtung Essen – die Bundesstraße 224 in ihrem jetzigen Zustand.
Foto: FUNKE Foto Services
Realisierbare Trassenführungen und deren Nutzerpotenziale sollen im Detail ermittelt werden – der RVR prüft einen Radschnellweg Gladbeck-Essen.

Gladbeck..  Die jahrzehntelange Debatte um die B 224 bzw. A 52 erhält eine neue Facette – der RVR lässt nun die Machbarkeit eines weiteren Radschnellwegs im mittleren Ruhrgebiet von Gladbeck über Bottrop nach Essen prüfen. Und dieser Radweg könnte parallel zur B224-Trasse angelegt werden. Das wäre die direkte Verbindung; und so fordert es zum Beispiel auch das Bürgerforum bereits seit Längerem.

Die Ankündigung des RVR, dass die Machbarkeitsstudie kommt, sorgt jetzt für Aufsehen in Stadt und Region.

„Wenn die Planung des Regionalverbands Ruhr Realität wird, kommen die Radfahrer/innen der Städte Gladbeck, Bottrop und Essen bald in den Genuss einer attraktiven und schnellen Verbindung“, formulierten sogleich die Grünen im Regionalverband Ruhr. Sie sehen in den Vorarbeiten zur Realisierung des zweiten Radschnellwegs – neben dem RS 1 in Ost-West-Richtung – ein wichtiges Signal dafür, „dass derartige überörtliche Radwegeverbindungen künftig unverzichtbare Bausteine für ein modernes, nachhaltiges Mobilitätskonzept sein werden“.

„Baustein zur Minimierung des motorisierten Individualverkehrs“

Durch einen begleitenden Arbeitskreis würden die betroffenen Städte eng in den Planungsprozess einbezogen, unterstreichen die Grünen zudem. „Es ist wichtig, dass wir bei verkehrspolitischen Projekten nicht nur die West-Ost-Beziehungen, sondern auch die Ballungsränder im Norden und Süden der Metropole Ruhr im Auge behalten“, sagt Martina Foltys-Banning, Mitglied der Grünen im Planungsausschuss.

Außerdem bilde der Ausbau der städteübergreifenden Radschnellwege auch einen Baustein zur Minimierung des motorisierten Individualverkehrs und seiner negativen Auswirkungen.

Bürgerforum fordert Direktverbindung

Ganz in diesem Sinne argumentiert auch das Bürgerforum in seinem im September 2015 vorgelegten „Plädoyer für eine bessere Mobilität“. Ein Schnellradweg Gladbeck-Essen solle parallel zur B 224 verlaufen, heißt es am Schluss dieser umfangreichen Ausarbeitung auf Seite 68: „Alternative Routen ersetzen nicht die Direktverbindung parallel zur Bundesstraße 224, da sie erhebliche Umwege, längere Fahrstrecken und Fahrzeiten beinhalten.“

 
 

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