Ruhr 2010 über Gladbeck:

Gladbeck. Unübersehbar ein Erfolg: Das ist das Gladbecker TWIN-Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 „Öffne Deinen Blick - So lebt es sich in unserer Stadt der Kulturen“.

Was daraus geworden ist, wie Fotografen aus Gladbeck, dem österreichischen Schwechat und dem türkischen Alanya den Gedanken des Miteinanders ins Bild übersetzt haben, das wurde am Freitagabend enthüllt: Neun mal neun Meter groß hängt jetzt das Bild von Marco Gerland, das Gladbecker Siegerbild, am Sparkassen-Turm; am neuen Rathaus ziehen die ausgezeichneten Bilder von Ali Aral (Alanya) und Michaela Waldek (Schwechat) die Blicke an.

In der Sparkasse -wichtiger Sponsor des Projekts - sind in einer Ausstellung alle anderen Bilder zu sehen, die die Wertung der Jurys in den drei Städten überstanden haben. Sie finden sich auch in einem Katalog zur Ausstellung, die später auch in Schwechat und Alanya zu sehen sein wird.

Den eigentlichen Zweck, bleibende europäische Verbindungen zu schaffen, hat dieses Projekt übrigens auch erreicht: Fotofreunde aus dem Städte-Trio tauschen sich inzwischen rege aus.

Jede Menge Augen-Öffner

Zwei Hände, die unverkennbar für verschiedene Generationen, für verschiedene Herkunft stehen, ein Lolly als Zeichen von Geben und Nehmen, von Sich-mögen - das ist das Gladbecker Siegerbild, das unter Aida-Klängen, geblasen vom Türmer, am Freitag Abend am Sparkassen-Turm entrollt wurde.

Ein Bild, das für den verbindenden Sinn des TWIN-Projektes der Kulturhauptstadt 2010 steht. Das verbindende Element des Fotoprojekts „Öffne Deinen Blick - So lebt es sich in unserer Stadt der Kulturen“ heben auch die Bürgermeister der drei beteiligten Partnerstädte Gladbeck, Alanya und Schwechat hervor, die am Abend bei der Eröffnung der Ausstellung zum Projekt neben dem Fotografen des Gladbecker Siegerbildes, Marco Gerland, auch Ali Aral aus Alanya und Michaela Waldek aus Schwechat die Preise für ihre ausgezeichneten Fotografien überreichen konnten. Jeder der drei gewann eine Woche Aufenthalt in einer der Partnerstädte.

„Den Blick fokussiert“

Ausgesprochen positiv sei das Projekt in Schwechat aufgenommen und umgesetzt worden, sagte Bürgermeister Hannes Fazekas. „Es hat genau das gebracht, was schon im Titel des Projekts steht, es hat den Blick geöffnet. Fotografen haben durch die Linse den Blick fokussiert auf Themen, die sie sonst vielleicht übersehen hätten.“

Neue Einblicke gewonnen habe man durch das gemeinsame Projekt auch in Alanya, meint Bürgermeister Hasan Sipahioglu. Damit meinte er die Stadtspitze („Wir haben vieles gesehen und dann gedacht, das könnten wir auch anders machen“), aber auch sich selbst: „Meine Handykultur hat sich verändert. Früher habe ich nur SMS bekommen, jetzt bekomme ich Fotos auf mein Handy.“ Und seiner Frau, die auch fotografiert, habe dieses Projekt ebenfalls den Blick verändert.

„Fotografen aus der Metropole Ruhr, aus Schwechat und Alanya haben ihre Blicke geöffnet für so vieles, das sonst so schnell übersehen wird“, meint Ria Jansenberger, Projektleiterin von TWINS RUHR.2010. „Wie lohnenswert ein offener Blick im Kleinen wie im Großen ist, beweisen die ausdrucksstarken Ergebnisse des Gladbecker Projektes. Bilder, die es verdienen, mit offenem Blick betrachtet zu werden.“

„Fotos, die berühren“

Einen herausragenden Beitrag Gladbecks zur Kulturhauptstadt 2010 nennt Bürgermeister Ulrich Roland das Ergebnis des trinationalen Fotografierens. „Darauf können wir gemeinsam stolz sein. Das Projekt stand von Anfang an unter einem guten Stern. Es wurde als eines der ersten von TWINS 2010 anerkannt; drei schlagkräftige Teams trieben die Arbeit vor Ort voran.“

Es lohne sich, die Bilder anzuschauen, ermuntert er alle Gladbecker, die Ausstellung in der Stadtsparkasse zu besuchen. „Es sind Fotos, die berühren, die zum Nachdenken anregen, die Menschen in einer sich ständig wandelnden Welt zeigen. Es sind Blicke in Herz und Seele unserer drei Städte.“

Als einen der Gladbecker Motoren, der das Gelingen vorantrieb, würdigte Roland Projektleiter Winfried Fichtner, den Leiter der Foto-AG Gladbeck. „Mit ihm haben wir einen engagierten und fachkundigen Projektleiter gewonnen.“ Als „Seele des Projekts“ bezeichnete Roland Eva Klein, Mitarbeiterin im Bürgermeisterbüro: „Sie hat dieses TWINS-Projekt mit Leib und Seele zu ihrem persönlichen Projekt gemacht. Sie ist in ihrer Freizeit in die Partnerstädte gefahren. Sie hat persönlich bei RUHR.2010 dafür gekämpft.“

 
 

EURE FAVORITEN