Röhrender Hirsch im Klassenzimmer

Wie hört sich der Hirsch im Wald an? Gerd Tersluisen demonstrierte es.
Wie hört sich der Hirsch im Wald an? Gerd Tersluisen demonstrierte es.
Foto: WAZ FotoPool
An der Hermannschule in Zweckel, Teilstandort der Pestalozzischule, laufen derzeit die Waldtage. Auch die „Rollende Waldschule“ stattete deshalb den Mädchen und Jungen aller vier Jahrgangsstufen eine Visite ab. Und dabei gab es Natur-Eindrücke aus allererster Expertenhand.

Gladbeck.  Der Hirsch röhrte am Dienstagvormittag in Raum 9 der Hermannschule in Zweckel. Am Teilstandort der Pestalozzischule machte die „Rollende Waldschule“ der Kreisjägerschaft Recklinghausen Station - als Angebot im Zuge der laufenden „Waldtage“.

Und der röhrende Hirsch, dargeboten von Hegering-Mitglied Gerd Tersluisen mit dem sogenannten „Hirschruf“, war Teil des Mitmachprogramms, das ein dreiköpfiges Waldschule-Team an der Schulstraße präsentierte. Neben Gerd Tersluisen waren auch Steffi Endres und Josef Bleister im Einsatz, um den Mädchen und Jungen aller vier Jahrgangsstufen Flora und Fauna näherzubringen.

Die „Rollende Waldschule“ besteht aus einem kleinen, handlichen Auto-Anhänger, der sich an Ort und Stelle aufklappen läßt und der Informations-Material und auch jede Menge ausgestopfter Wildtiere bietet: Marder, Waschbär, Rabe, Wanderfalke und Sperber sind hier zu sehen; die Kinder können raten, um welche Tiere es sich handelt und zum Beispiel spontan kleine Geschichten aus dem eigenen Erleben dazu erzählen.

Das klappte auch am Dienstagvormittag wunderbar, die Zweckeler Mädchen und Jungen wussten natürlich auch eine Antwort auf die Frage, wer denn der Vogel sei, der genauso rufe wie er heiße: klar, der Kuckuck! Die Kreisjägerschaft und der Hegering wollen den Einsatz der „Rollenden Waldschule“ forcieren (www.hegering-gladbeck.de); Kindergärten und Schulen sind angesprochen, sie alle können bei Bedarf die „Rollende Waldschule“ in ihre naturnahen Projekte und Unterrichts-Aktivitäten einbinden.

Viele weitere Stationen im Zuge der „Waldtage“

An der Hermannschule zum Beispiel sehen sie sich im Laufe dieser Projektwoche noch das Waldpädagogische Zentrum in Kirchhellen-Grafenwald an, die Schülerinnen und Schüler erkunden das Leben in Gewässern und auch die Welt der Bäume und deren lebenswichtige Funktion, wobei auch Förster Markus Herber mit von der Partie ist.

„Wir wollen als Ehrenamtliche den Kindern den ,Lernort Natur’ näherbringen“, sagt Steffi Endres, die am Dienstag mit ihrer Hündin Biela an die Hermannschule kam - ebenfalls eine große Attraktion für die Grundschüler. Im Zuge des Gastspiels an der Hermannschule las Gerd Tersluisen übrigens vor den aufmerksam zuhörenden Kindern auch aus seinem Buch „Die Försterkinder aus dem Ruhrgebiet“ - eine ganz besondere literarische Note in der „Rollenden Waldschule“.

Ach ja, und beim Imitieren des röhrenden Hirschen - einmal ein ganz junger Hirsch und dann ein alter Platzhirsch - waren die Kinder natürlich mit großem Fleiß dabei - so viele Hirsche hat die Hermannschule selten gesehen.

 
 

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