Rockorchester reist durch die Musikgeschichte

The Show must go on: Das Rockorchester Ruhrgebeat gastierte am Samstag in der Stadthalle.
The Show must go on: Das Rockorchester Ruhrgebeat gastierte am Samstag in der Stadthalle.
Foto: Michael Korte
Alle Jahre wieder gibt das Rockorchester Ruhrgebeat (ROR) jeweils im Herbst ein Gastspiel in Gladbeck. Am Wochenende war es wieder so weit.

Gladbeck..  Es ist kurz nach 20 Uhr am Samstag in der Mathias-Jakobs-Stadthalle. Noch ist es ruhig und heimelig auf dem dunklen Parkett. Gemütlich sitzen die Besucher an den Tischen oder stehen vor der Bühne.

Dann, um Punkt 20.13 Uhr, der erste Ton des Ensembles. „Hardrock Café“, im Original von Carole King. Das ist der erste Song des Rockorchesters Ruhrgebeat (ROR) in diesem Konzert. Und dieses Lied passt wie die berühmte Faust aufs Auge.

Vom Rockcafé zum Rockpalast

Noch ist die Stadthalle ein kleines Rockcafé. Dies ändert sich jedoch schnell. Schon beim zweiten Song verwandelt sich der Saal von einem Rockcafé in einen Rockpalast. Der erste Akkord von Westernhagens Hymne „Sexy“ und auf den Sitzen gibt es kein Halten mehr. Das Rockorchester ist angekommen, allen Gästen ist klar: Hier wird heute gerockt. Sänger und Moderator Christian Müller-Espey hat sichtlich Spaß auf der Bühne. Kein Wunder, haben die Frauen sich für diesen Programmpunkt doch „sexy“ in Schale geworfen. „Ich sing diesen Song wirklich gerne“, sagt Müller-Espey nach dem letzten Ton und lächelt seine Verehrerinnen an.

Die Musiker des ROR sind echte Multi-Künstler. Sie können laut und leise, sie können schrill und romantisch, aber vor allem können sie Show. Die blauen Scheinwerfer bringen die glitzernden Outfits der Sängerinnen zum Funkeln.

Rock’n’Roll in all seinen Facetten wird hier präsentiert, das Ambiente tut sein Übriges. Wenn dann noch Stimmakrobat, so darf man ihn zweifelsohne nennen, Maurice Allen Lee zum Mikro greift, Rock und Soul vermischen lässt, dann ist die Atmosphäre perfekt.

Das Orchester lässt an diesem Abend die größten Musiker der vergangenen Jahre wieder erklingen. Madonna, Lenny Kravitz, Dusty Springfield – alle sind sie mit dabei. Es ist eine musikalische Reise, die das Ensemble eindrucksvoll auf die Bühnenbretter bringt. Besonders bei „Like a Prayer“ wird das Können der Mitwirkenden hörbar.

Ganz eigene Interpretationen

Leise und romantisch zu Beginn, entwickelt sich der Evergreen zum Zündstoff vor der Bühne. Nein, still sitzt hier niemand mehr. Es sind viele Stimmen und viele Sänger zu hören. Wem genau sie gehören, kann der Musik-Liebhaber im Publikum gar nicht immer zuordnen. Nur eines wird ganz schnell deutlich: Die Stimmen hören sich alle glasklar und großartig an.

Maria Gärtner ist großer Fan des Rockorchesters. „Auch wenn die Band viele Songs covert, es sind ihre Interpretationen, die mich immer wieder aufs Neue begeistern“ , schwärmt sie. Während sie „ihre Lieblinge“ auf der Bühne schon zigmal gesehen hat, ist ihr Freund Peter Schrammer zum ersten Mal dabei. Und auch er ist begeistert und sagt: „Die Männer und Frauen beherrschen ihr Handwerk, ganzgleich ob am Mikro oder an den Instrumenten. Es ist schlichtweg großartig.“

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