Gladbeck

Ringen um den A-52-Konsens

Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck. . Die politischen Parteien, die Ratsgremien und die zuständigen Stellen der Verwaltung ringen um den richtigen Weg zum Konsens über einen möglichen Ausbau der B 224 zur A 52. Nach dem Hauptausschuss wird sich Donnerstag auch der Rat mit dem Thema beschäftigen.

Die CDU sorgt sich, so Fraktionschef Reinhold Fischbach, dass der angestrebte Konsens (vor allem in Gesprächen mit der Nachbarstadt Bottrop) nur für das Ausbaustück zwischen der Stadtgrenze und der A 2 gilt. „Das wäre fatal.“ Bürgermeister Roland sicherte dem Hauptausschuss Montagabend zu, dass die Stadt weiter an einem Konsens arbeite, und zwar an einem Konsens für die gesamte Ausbaustrecke auf Gladbecker Gebiet, berichtete Stadtsprecher Peter Breßer-Barnebeck am Dienstag.

„Wenn es keinen Konsens über den Ausbau des Nordstücks gibt, gibt es auch keinen Bau bis zur A 2“, so der Stadtsprecher. Grundlage, das habe Roland dem Hauptausschuss versichert, bleibe der Ratsbeschluss von 2009.

Allerdings seien womöglich nicht alle Forderungen des Beschlusses eins zu eins zu verwirklichen, habe der Bürgermeister gesagt. Konsens könne auch Kompromiss sein. Breßer-Barnebeck: „Eine hundertprozentige Erfüllung ist nicht drin.“ Die CDU zeigte sich mit der Antwort unzufrieden, so Fischbach zur WAZ. Er vermute, dass längst ein anderer Weg eingeschlagen wurde. „Aus den Verhandlungen, die anscheinend laufen, wird nichts rauskommen.“

Die Linke befürchtet, so Ratsherr Kruse zur WAZ, dass mit einem möglichen Konsens die Ratsforderungen zum A-52-Ausbau „aufgeweicht“ werden sollen. Die Linken werden im Rat einen Antrag stellen, die Forderungen von 2009 zu bestätigen. Kruse: „Entweder steht der Rat dazu oder nicht.“ Die Soziale Liste stellt sogar einen Antrag , aus dem Projekt ganz auszusteigen.

 

EURE FAVORITEN