RBH Logistics GmbH baut weitere 147 Jobs ab

Georg Meinert
RBH Logistics GmbH schließt 2014 die eigene Werkstatt an der Talstraße.
RBH Logistics GmbH schließt 2014 die eigene Werkstatt an der Talstraße.
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.  Bei der RBH Logistics GmbH an der Talstraße in Schultendorf gehen weitere 147 Arbeitsplätze verloren. Nach dem Abbau von 101 Jobs in diesem Jahr in Folge verringerter Transportmengen (WAZ berichtete) wird Ende 2014 die Werkstatt mit der Zuginstandhaltung schließen.

Das berichtet RBH-Betriebsrats-chef Ingo Bleyel. Damit schmilzt in dem einstigen RAG-Betrieb, der seit 2005 zum DB-Konzern gehört, innerhalb von nur eineinhalb Jahren die Belegschaft um rund ein Drittel. Derzeit sind noch 830 Männer und Frauen bei RBH beschäftigt. Die 101 Mitarbeiter, die dieses Jahr gehen, sind seit dem 4. März freigestellt, am 30. Juni scheiden sie offiziell aus. Bis auf wenige (Bleyel: „Deutlich unter zehn“) werden alle im DB-Konzern eine neue Stelle finden - allerdings außerhalb Gladbecks.

Die Werkstatt wird zum 30. September 2014 schließen, erläuterte BR-Chef Bleyel im WAZ-Gespräch. Hintergrund ist das Auslaufen des Mietvertrages mit der RAG, der Gebäude und Gelände nach wie vor gehören, die sie aber nicht über 2014 hinaus vermieten will. Der Betriebsratschef vermutet, dass die RAG die notwendigen Investitionen in den Gebäudebestand scheut.

Die RBH-Züge werden künftig in DB-eigenen Werkstätten gewartet/instand gesetzt: In Oberhausen die Loks, in Hagen oder Köln-Gremberg die Waggons. Da diese Werkstätten nicht ausgelastet seien, habe der DB-Konzern und damit das Tochterunternehmen RBH offenbar kein Interesse am Kauf der RAG-Immobilien an der Talstraße gehabt, um die bisherige Werkstatt fortzuführen. Bleyel: „Das kostet uns aber Flexibilität und damit Schlagkraft am Markt.“

Nach Einschätzung des RBH-Betriebsrates könnten in den genannten DB-Werkstätten 62 der 147 betroffenen RBH-Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden.

Die RBH-Geschäftsführung bestätigte auf WAZ-Anfrage in einer schriftlichen Stellungnahme die Beendigung des Mietvertrages für die Werkstatt und sprach von „ausreichenden Werkstattkapazitäten in der Region“ als Alternative für die Werkstatt Gladbeck. Die Fortführung der Fahrzeuginstandhaltung an DB-Standorten sei „gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Situation eine effiziente Lösung“, heißt es.

Die RBH-Geschäftsleitung zeigt sich zuversichtlich, wie es in der Mitteilung weiter heißt, „allen betroffenen Kollegen“ eine Beschäftigung bei der Deutschen Bahn anbieten zu können.