„Ramblin’ René & The Stetson Five“ legen erste CD vor

Die Gladbecker Country-Formation „Ramblin’ René & The Stetson Five“ feiert heute Abend die Veröffentlichung ihres Debütalbums auf dem Label Yellow Snake Records (Hannover) im Vertrieb der timezone (Braunschweig). Zur Sache geht es in der Südrock Nachtkneipe an der Rellinghauser Straße 124 in Essen ab 21.30 Uhr.

Hinter Ramblin’ René steckt der Sprachwissenschaftler Dr. René Schiering, der mit seinen beiden Ruhrpottköter-Bänden Revier-Geschichte geschrieben hat und auch als Drehbuchautor für private Fernsehsender arbeitet. Mit „Ramblin’ René & The Stetson Five“, die jetzt ihre erste CD herausbringen, hat er für beste Stimmung bereits Anfang Mai bei der ersten Kneipennacht in der „Afrika Lounge“ an der Goethe­straße gesorgt. Schiering: „Wir haben fünf Stunden gespielt, vor vollem Saal. Es ist uns gelungen, die Leute mit unserer Musik zu fesseln.“ Auch diese Erfahrung hat bei der Country-Band für den nötigen Drive gesorgt, eine CD herauszubringen.

Hier geht es nicht um glitzernde Gürtelschnallen und Knarren

Zur Besetzung – „Alles Musiker aus meiner alten Punk-Zeit.“ – gehören neben Schiering (Gitarre und Gesang) auch Olaf Schnelzer (Bass), Axel Borsch (Schlagzeug) und Katrin Sump (Geige und Gesang). Die Stücke sind bis auf einen Coversong allesamt Eigenkompositionen aus der Feder des Ruhrpottköter-Autors, für den Country nichts Neues ist.

„Schon vor zwölf Jahren habe ich Country in Köln gemacht.“ Aber natürlich will er auch nicht die Punkeinflüsse leugnen. Im Gegenteil: „Die Songstrukturen sind sehr ähnlich, es sind immer dieselben drei Akkorde.“ Dass ihm der Western-Stil liegt, hängt sicherlich auch ein bisschen mit seinem Outlaw-Habitus zusammen. „Natürlich ist Country nicht nur glatt und konservativ“, sagt er und ergänzt: „Da gibt es auch viel Abgründiges und das sind dann eher unsere Themen.“

So geht es dem Quintett nicht um glitzernde Gürtelschnallen, Riesen-Cowboyhüte, Knarren oder gar schnulzige Lieder. Man orientiert sich weniger am glatten Nashville-Sound der Gegenwart als an eher schrägen Vorbildern. Und natürlich kommen die ewigen Themen Heim- und Fernweh vor. Beim Covern von Warren Zevons „Carmelita“ tauchen herrliche Mariachi-Bläser und Latino-Rhythmen auf. „Elvis loved Priscilla“ verbindet eine Hommage an den King mit einer gescheiterten Beziehung, die zwei instrumentalen Stücke verweisen stolz auf die Inspiration durch Ennio Morricone.

Heute dürfen sich die Partygäste neben den zwölf Liedern der CD außerdem auf ein handverlesenes Set mit einschlägigen und durchaus abstrusen Klassikern des Genres freuen. Schiering verspricht: „Die Mischung funktioniert super.“

 
 

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