Raith warnt vor einer „Spaltung der Stadtgesellschaft“

B 224 in Gladbeck in Höhe Freibad.
B 224 in Gladbeck in Höhe Freibad.
Foto: FUNKE FotoServices
Der 3. November rückt näher. Dann geht es in Berlin um die Zukunft der A 52. Bürgerforum-Vorsitzender Raith fordert den Abschied vom „Mythos A 52“.

Gladbeck..  Bürgerforum-Vorsitzender Matthias Raith warnt mit Blick auf das A-52-Gespräch am 3. November in Berlin vor einer „Spaltung der Stadtgesellschaft“.

Sollte die Gladbecker Delegation Anfang November im Bundesverkehrsministerium eine Ausbaulösung mit einem maximal 1,5 Kilometer langen Tunnel und einem Autobahnkreuz inklusive Überflieger akzeptieren, würde damit das ablehnende Votum der Gladbecker Bürger vom Ratsbürgerentscheid im März 2012 missachtet.

Der Bürgerforum-Vorsitzende sieht vor allem Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) in der Pflicht, eine angeblich alternativlose Autobahnplanung samt Tunnel und Autobahnkreuz strikt zurückzuweisen: „Wenn der Bürgermeister demnächst versuchen sollte, die Lösung zu vertreten, die die Gladbecker abgelehnt haben, wäre offenbar, dass SPD-Mann Roland mit den Berliner Gesprächen nur ein paar früh startenden CDU-Wahlkämpfern in die Falle gegangen wäre“, formuliert Raith.

Raith: „Gladbeck kann von Oberau lernen - vom Mythos A 52 lossagen“

Erst in der Vorwoche hatte CDU-Bundestagsabgeordneter Sven Volmering in der WAZ den Bürgermeister nochmals aufgefordert, sich klar zu einem A-52-Ausbau auf Gladbecker Gebiet zu bekennen; ein ähnlich klares Bekenntnis fordert Volmering auch vom Stadtrat, wobei er auch die jüngste Debatte zum Tunnelbau in Oberau (Bayern) im Blick hat, wo für 200 Millionen Euro im Wahlkreis von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) größtenteils in Tunnellage eine Umgehung für einen 3000-Einwohner-Ort entsteht.

Auch Raith greift die Oberau-Debatte auf und formuliert: „Gladbeck kann von Oberau lernen. Wir sollten uns wie die Bayern in Oberau für eine Befreiung unserer Innenstadt vom Fernverkehr einsetzen. Wir sollten uns endlich vom Mythos A 52 lossagen.“

Auch A-52-Kritiker Alfred Luggenhölscher bekräftigt mit Blick auf die Oberau-Debatte jetzt nochmals seine Forderung nach einer Umgehung durch die Heege. Mit Datum vom 7. Oktober hat Luggenhölscher ein entsprechendes Schreiben an den Rat der Stadt Gladbeck und an den Bürgermeister gerichtet.

 
 

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