Radtour würdigt 20-Jahre-Jubiläum

Michael Bresgott
Reger Andrang: die Radtour zum 20-Jahre-Jubiläum der AGFS.
Reger Andrang: die Radtour zum 20-Jahre-Jubiläum der AGFS.
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.  Eine ungewöhnliche Radtour startete jetzt am Gladbecker Rathaus - der Anlass für diese besondere Exkursion: Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden (AGFS) in NRW ist 20 Jahre jung.

1993 wurde die AGFS gegründet; damals fand dieser Gründungs-Akt in Krefeld landesweit viel Beachtung, denn es ging darum, die Radler und den Radverkehr verstärkt im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Mit Erläuterungen vor Ort

Auch die Stadt Gladbeck war von Anfang an dabei, und sie startete im Verlauf der 90-er Jahre konkrete fahrradfreundliche Maßnahmen: Mehr eigens ausgewiesene Radwege und auch mehr Fahrrad-Stellplätze in der Innenstadt zählten zum Beispiel dazu. Die AGFS leistete begleitend zu solchen Projekten in den letzten zwei Jahrzehnten jede Menge Informations- und Aufklärungsarbeit und sorgte mit dafür, dass die Belange der Radfahrer auch in der lokalen Politik mehr Beachtung fanden.

Die Jubiläums-Radtour wurde nun von den beiden Radverkehrsbeauftragten Thomas Ide (Gladbeck) und Christian Wagener (Essen) geleitet; von Gladbeck-Mitte aus ging es über Butendorf und Brauck nach Essen. Immer wieder gab es Erläuterungen vor Ort. Bis zum Bahnhof Altenessen radelten die Teilnehmer; dann ging es zurück nach Gladbeck.

Die AGFS will auch in den nächsten Jahren beim Thema Radverkehr am Ball bleiben: Der Bau von interkommunalen Radschnellwegen ist eines der großen Themen der Zukunft. Dazu lief in diesem Jahr eigens ein Wettbewerb, ausgerichtet vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden. Die eingereichten Beiträge kommen aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens. Aus dem Münsterland kommt zum Beispiel der Vorschlag, einen Radschnellweg von Isselburg über Bocholt - Rhede - Borken - Coesfeld zu planen, vom Niederrhein ein Konzept zur Errichtung eines internationalen Radschnellwegs von den Niederlanden nach Kleve. Und auch das Ruhrgebiet plant ja seit längerem eine zentrale Radschnellweg-Verbindung parallel zur A-40-Trasse.

Mit Fußgängerfreundlichkeit

Als 69. Mitglied wurde im Sommer 2013 die Stadt Arnsberg offiziell in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden aufgenommen. Die AGFS hat sich übrigens nun auch die „Fußgängerfreundlichkeit“ auf ihre Fahnen geschrieben und insofern ihren Arbeitsauftrag aus den frühen 90-er Jahren ergänzt.