Gladbeck

Radler fühlen sich nicht sicher

Auf der Lambertistraße wird’s häufig eng.
Auf der Lambertistraße wird’s häufig eng.
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.  Eigentlich spielen Radfahrer die Hauptrolle auf der Lambertistraße. Der Abschnitt zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Goethestraße ist als Fahrradstraße ausgewiesen. Dennoch fühlen sich Radler dort nicht sonderlich sicher. „Das ist lebensgefährlich“, beschwert sich eine WAZ-Leserin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Die Fahrbahn sei nach dem Umbau einfach zu schmal, wenn Zweirad und Pkw oder gar Lkw einander begegnen.

„Die Fahrbahn ist nicht generell schmaler geworden“, erklärt Christiane Schmidt von der Pressestelle der Stadtverwaltung. 7,10 m breit sei sie in Höhe des ehemaligen Hertie-Parkhauses, verenge sich dann entlang des Pflanzbeetes auf 5,60 m, wie vor dem Umbau auch.

Im Zuge der Kanalerneuerung vor einigen Monaten sind die verkehrsberuhigenden Pflasterkissen entfernt und die Fahrbahndecke erneuert worden. Um das Tempo der Kraftfahrer auf der kurzen schnurgeraden Straße zu drosseln, hat die Verwaltung an zwei Stellen Baumscheiben anlegen lassen, und dort ist die Straße tatsächlich nur noch 3,60 m breit. „Das dient der Verkehrsberuhigung, so wie früher die Aufpflasterungen“, erklärt Christiane Schmidt. Im übrigen müssten Kraftfahrer auf der Lambertistraße besondere Rücksicht auf Radfahrer nehmen. Die WAZ-Leserin beruhigt das nicht: „Was nutzt mir das Schild ,Fahrradstraße’? Kraftfahrzeuge sind nun mal die Stärkeren.“

Am Marktplatz wird verbotswidig geparkt

Über Fahrzeuge, die an Markttagen nicht auf der neuen „Probeparkfläche“ auf dem Marktplatz, sondern entlang der fußläufigen Horster Straße, abgestellt werden, ärgert sich Norbert May. „Das ist selbstverständlich nicht erlaubt“, stellt Gabriele Grollmann, die zuständige Frau im Amt für öffentliche Ordnung, klar. Sie weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass dort nicht nur Fahrzeuge von Markthändlern stehen. Die dulde man – aber nur bei extremen Wetterverhältnissen. „Bei starkem Sturm als zusätzliche Sicherung für die Planen zum Beispiel.“ Man beobachte allerdings schon geraume Zeit, dass immer mehr Kunden, „die mal schnell auf den Markt oder auch in anliegende Geschäfte wollen, diese kostenlosen Plätze den bewirtschafteten vorziehen“. Obwohl es bisher kaum Beschwerden über das verbotswidrige Parken gebe, verteile das Ordnungsamt regelmäßig Knöllchen bzw. rede mit den Markthändlern. Bislang offensichtlich ohne Erfolg.

 
 

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