Ponys in Aktion für den Gladbecker Ponykalender

Die Zebraponys schafften es im Sommer sogar ins Fernsehen. Die Streifen brachten die Ponyfreunde zum Schutz vor nervigen Bremsen an – mit Erfolg, wie Janine Augustin erzählt.
Die Zebraponys schafften es im Sommer sogar ins Fernsehen. Die Streifen brachten die Ponyfreunde zum Schutz vor nervigen Bremsen an – mit Erfolg, wie Janine Augustin erzählt.
Foto: Günter Hahn
Günter Hahn aus Gladbeck ist leidenschaftlicher Fotograf. Seine Lieblingsmotive sind Pferde und Ponys. Nun hat er seine Lieblinge, die auf dem Reiterhof an der Rottstraße leben, in einem Kalender verewigt. Titel des Ponykalenders: „Ponys in Action“.

Gladbeck.  Mit der Liebe ist es ja so eine Sache. Eine bewusste Entscheidung ist sie selten. Und so haben sich auch die Pferde langsam in Günter Hahns Herz gestohlen. Eine Leben ohne sie ist für den 63-Jährigen heute nicht mehr denkbar. Die Shetland-Ponys Cookie und Turny sind seine besonderen Freunde. Um sie kümmert er sich liebevoll und hält ihre Streiche und Spielereien am liebsten mit der Kamera fest.

Schon seit seiner Kindheit ist Hahn ein leidenschaftlicher Fotograf: „Die Fotografie hat

mich immer begleitet.“ Sein Großvater, erzählt er, sei Berufsfotograf gewesen. Mittlerweile sind Pferde Hahns Lieblingsmotive. Aus seinen Fotos hat er einen Ponykalender zusammengestellt – natürlich sind Cookie und Turny mit dabei.

Den richtigen Moment abpassen

Am liebsten fotografiert der ehemalige pädagogische Mitarbeiter der Stadt Gladbeck Pferde und Ponys in Freiheit. „Es ist zu toll, was alles passieren kann, wenn die Tiere in der Herde laufen.“ Den richtigen Moment abzupassen erfordert Geduld, „besonders Kopfporträts sind schwierig“, sagt er. „Man lernt aus Erfahrung, wie sich die Tiere verhalten.“

Durch Janine Augustin kam er in Kontakt zur Reiterei. Die heute 22-Jährige war noch ein Kind, als sie in den Sattel stieg, oft war Hahn, ein Freund ihrer Familie, mit dabei. „Außerdem habe ich beim Jugendamt integrative Reitfreizeiten organisiert“, erzählt er. Ein begeisterter Reiter ist er allerdings nie geworden. „Kutsche fahren und ausreiten“, das reicht ihm aus, während Janine mit ihren Pferden bei Turnieren sowohl Dressur- als auch Springprüfungen absolviert.

Tierschutzfall Cookie Cookie und Turny im Schnee. Foto: Hahn

Hahn bleibt also lieber am Boden. Da ist er auch näher dran an Cookie und Turny, die beide nicht viel größer sind als ein Neufundländer. Turny kam als Gesellschaftspferd auf den Reiterhof an der Rottstraße. „Kutschpony und Zirkuspony“ ist er für Janine Augustin, Nachbarskind Lea (9) hat ihn sogar bei Turnieren vorgestellt, bis sie zu groß für ihn war.

Cookies Geschichte ist ungleich dramatischer. Als Fohlen wurde er aus schlechter Haltung befreit. Er humpelte stark, der Tierarzt stellte fest, dass die Kniescheibe sich verhakt hatte. Geholfen werden konnte dem Pony durch eine Operation. Die Hilfsaktion begleitete der Fernsehsender Vox in der Sendung „hundkatzemaus“. „Ihm geht es prächtig“, sagt Janine Augustin, „er bockt, er spielt mit den anderen Pferden.“ Mit seinen nunmehr vier Jahren genießt er ein fröhliches Frührentner-Dasein – fotografisch dokumentiert von Günter Hahn.

 
 

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