Polizist durfte nicht in die Flüchtlingsunterkunft

Von einer „kurzfristigen Irritation“ sprechen Verantwortliche bei Stadtverwaltung und Polizei. Innerhalb der Polizeiwache Gladbeck hat ein Zwischenfall, der sich Ende vergangener Woche ereignete, dagegen einigen Wirbel ausgelöst.

Ein Polizeibeamter des Bezirksdienstes wollte sich in der Flüchtlingsunterkunft in Rentfort-Nord ein Bild von den Örtlichkeiten machen, „für den Fall eines Einsatzes“, wie einer seiner Kollegen sagt. Vom Hausmeister dort wurde ihm der Zutritt verwehrt, auf Weisung aus dem Rathaus, habe der gesagt und: Uniformierte seien nicht erwünscht.

„Es ging nicht um die Uniform, es geht uns generell darum, die Privatsphäre der Flüchtlinge zu schützen“, sagt Peter Breßer-Barnebeck, Leiter des Amtes für Kommunikation der Stadtverwaltung. Polizeibeamte seien im übrigen beim Aufbau des Containerdorfes vor Ort gewesen und kennten deshalb die Örtlichkeiten.

Arno Langanke, Leiter der Polizeiinspektion I (Gladbeck und Bottrop), betont: „Nach einem Erlass des zuständigen Ministeriums dürfen wir auch unangemeldet in Flüchtlingsunterkünfte. Es handelte sich nach meiner Kenntnis in diesem Fall um ein Missverständnis, das aber schnell ausgeräumt werden konnte.“