Politik wünscht sich ein Geburtshaus

Wie kann es nach der Schließung der Geburtshilfe im St.-Barbara-Hospital für Gladbeck weiter gehen? SPD und Grüne haben einen gemeinsamen Antrag gestellt, im Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Montag, 5. Dezember, über die Einrichtung eines Geburtshauses zu diskutieren.

Im Fokus steht dabei die Frage, ob ein von Hebammen geführtes Haus eine Alternative zum Kreißsaal sein könnte, der Ende des Jahres geschlossen wird. In einer solchen Einrichtung, heißt es im Antrag, könnten künftig Gladbecker Kinder geboren werden – auch wenn aus medizinischen Gründen nicht alle Mütter dort entbinden könnten.

Ein Konzept müsste von Fachleuten erstellt werden, dazu beantragen die Fraktionen, 10 000 Euro im Haushalt 2017 bereitzustellen. Dass die Kommune Träger einer solchen Einrichtung werden könnte, schließen die Antragsteller aus.

Die Idee eines Geburtshauses ist nicht neu. Bereits im Sommer habe der damalige Geschäftsführer der Klinik, Berthold Grunenberg, im Ausschuss darüber gesprochen – auch als Möglichkeit, die Arbeitsplätze der Hebammen zu erhalten. Ernsthaft sei eine solche Alternativlösung aber nie erörtet worden, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Michael Hübner (SPD) und Mario Herrmann (Grüne).

 
 

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