Politik reagiert auf Bürgerproteste an der Phönixstraße

Der Lärm nervt - das machten die großen und kleinen Anwohner der Phönixstrasse deutlich.
Der Lärm nervt - das machten die großen und kleinen Anwohner der Phönixstrasse deutlich.
Foto: WAZ FotoPool
Nach dem WAZ-Bericht über die Lärmbelästigung durch Raser und Schwerlastverkehr reagieren SPD und Grüne. Die Fraktionen wollen im Rat über die Verkehrssituation an der Phönixstraße reden. In einem ersten Schritt soll kurzfristig die zulässige Geschwindigkeit (50 km/h) reduziert werden, lautet ein Vorschlag.

Gladbeck..  Gute Nachricht für die Anwohner der Phönixstraße: Ihr Protest gegen das hohe Verkehrsaufkommen und Raser in ihrem Wohnquartier hat prompt die Politik auf den Plan gerufen. Nach dem WAZ-Bericht „Rennstrecke Phönixstraße“ haben die Fraktionen von SPD und Grünen beantragt, das Thema in der Ratssitzung am 3. April zu behandeln.

Sie wollen erreichen, dass in einem ersten Schritt möglichst kurzfristig die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert wird. Derzeit gilt Tempo 50, aber viele Kraftfahrer halten sich nach Darstellung der Anwohner nicht einmal daran. Für die nächste Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses soll die Verwaltung darüber hinaus einen Vorschlag erarbeiten, wie die Phönixstraße baulich so verändert werden kann, dass Raser gebremst werden. SPD und Grüne denken dabei an alternierendes Parken oder Pflanzkübel auf der Fahrbahn. Schließlich erwarten die beiden Fraktionen einen Vorschlag, wie Lastwagen den Gewerbepark Brauck mit möglichst geringer Belastung von Wohngebieten erreichen können.

Hier wohnen viele Familien

Zur Begründung ihres Dringlichkeitsantrags für den Rat greifen SPD und Grüne das Argument der Anwohner auf: In den sanierten Häusern der ehemaligen Bergbausiedlung wohnen viele Familien mit Kindern. Im „Hinterland“ zu beiden Seiten der Phönixstraße seien weitere Wohngebiete entstanden oder in Planung. „Wären die Pläne für einen Ausbau der B224 mit Tunnel umgesetzt worden, hätte sich die Situation für das Wohngebiet neu dargestellt“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Michael Hübner und Mario Herrmann. Weil damit nach dem Ratsbürgerentscheid auf absehbare Zeit nicht zu rechnen sei, müssten andere Lösungen zur Entspannung der Verkehrssituation in diesem Wohnquartier gefunden werden.

Die Einführung einer geringeren Höchstgeschwindigkeit kann nach Ansicht der Fraktionen angesichts der schnurgeraden Straßenführung nur ein erster Schritt sein: „Deshalb erwarten wir von der Verwaltung Vorschläge für flankierende Maßnahmen unterhalb der Schwelle eines kostspieligen Straßenumbaus.“ Gleichzeitig müsse sichergestellt sein, dass die Betriebe im Gewerbepark Brauck angemessen für Lkw-Verkehr erreichbar bleiben.

 
 

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