Pfingsttreffen in Wittringen

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Gladbeck.  Amerika in Gladbeck – so könnte man das Szenario des vergangenen Pfingstwochenendes in Wittringen beschreiben. Die „Freunde Amerikanischer Wohnmobile“ trafen sich am Stellplatz im Wittringer Wald. Und die großen Karossen sorgten für staunende Augen.

„Hier bei uns in Gladbeck fühlen sich alle wohl und die vielen Gäste bewundern unser schönes Schloss“, erklärt Hans Fölz, Vorsitzender des RMC Gladbeck, des Reisemobil-Clubs Gladbeck. Kennzeichen aus Offenbach, Leipzig, Kassel, Birkenau oder Pinneberg zeigten, welche Strecken die Fahrer auf sich genommen haben, um in Gladbeck mit dabei zu sein. „Wir haben mit 20 Teilnehmern gerechnet. Jetzt haben wir über 30 Karossen hier stehen.“

Was für manche reine Geldverschwendung bedeutet, ist für den Amerika-Begeisterten pure Leidenschaft und Hingabe. „In jedem dieser Autos steckt eine Geschichte“, weiß auch Hartmut Bach vom GMC-Motorhome-Forum. Um ein amerikanisches Wohnmobil zu besitzen und auch zu fahren, gehören eine gehörige Portion Enthusiasmus und die Liebe zum „American way of life.“ „Das schönste ist, wenn man mit seinem Fahrzeug auffällt“, sagt Peter Zygowski. „Andere sammeln Briefmarken, wir haben solche Autos. Über 30 Jahre alt ist mein Schätzchen.“ Und genau aus diesem Grund bekam er auch das H in sein Nummernschild, die deutsche Kennzeichnung eines historischen Kraftfahrzeugs.

„Wenn erst einmal der Motor blubbert, dann geht einem das Herz auf. Da vorne steht ein V8 Motor, da kriege ich immer wieder Gänsehaut“, schwärmt Hartmut Bach. Doch woher kommt die Begeisterung für solch außergewöhnliche Fahrzeuge? „Die massive Bauweise, der Komfort. Schon vor 30 Jahren hatten die Autos alles, Klimaanlage, Automatik, sanitäre Anlagen etc. Manche Küche ist sogar nicht nur mit Spüle und Herd, sondern auch mit Backofen und Mikrowelle.

„Es ist einfach ein entspanntes und gemütliches Gleiten“, weiß Club-Chef Fölz. Andreas Paprotta bringt es auf den Punkt: „Jeder hat ein Gefühl zu irgendetwas. Und das ist ein Stück Amerika“, erklärt der stolze Besitzer eines Hasca Sunflyers. „Durch ganz Europa sind wir schon gefahren. Ob Dänemark, Kroatien oder auch an Deutschlands Küsten. Wir sind viel unterwegs.“

Die „Dickschiffe“ werden nicht nur einige hundert Kilometer im Jahr bewegt, sondern auch immer gern auch als vollwertige Wohnung genutzt. „Es macht einfach Spaß, Land und Leute kennen zu lernen und sich dabei wie zu Hause zu fühlen“, schwärmt Hartmut Bach. Gerade das „herumzigeunern“ mit ständig wechselnden Aufenthaltsorten macht den Reiz dieser Fahrzeuge aus, sind sich alle einig.

Besonders im Vordergrund steht auch die Hilfsbereitschaft. Wenn erst einmal alle Fachleute zusammen getrommelt sind, gibt es einen regen Interessenaustausch. „Hier hilft Jeder jedem. Der eine weiß, wo es die Teile gibt, die der Kollege braucht“, weiß Hans Fölz. Liebevolle Pflege steht an höchster Stelle.

Nach dem Pfingstwochenende geht es dann für die vielen Besucher zurück in die Heimat. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Elefantenrunde wieder an neuen Orten trifft. Sicher ist jedoch: Gladbeck hat ihnen gefallen. „Den Kindern haben wir nur einmal die Richtung zum Spielplatz gezeigt und weg waren sie“, so Fölz.

Wir bedanken uns bei allen Helfern und besonders bei Hans Fölz, der sich um alle gekümmert hat“, so Hartmut Bach, der im Vorfeld über 50 Plätze in der Umgebung anschrieb und sich über die Zusage aus Gladbeck freute. Ein Dank geht auch an die Tennishalle des TCH Wittringen, die die Besucher mit ausreichend Strom und Wasser versorgte.

 
 

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