Öffnung am Rathaus neu prüfen

Die Friedrich-Ebert-Straße gilt als eine wichtige Verbindungsachse in der Innenstadt.
Die Friedrich-Ebert-Straße gilt als eine wichtige Verbindungsachse in der Innenstadt.
Foto: www.blossey.eu

Gladbeck.  Im Mai 2010 wäre im Ausschuss für integrierte Innenstadt-Entwicklung beinahe ein bedeutender Beschluss gefallen: Für die Öffnung der Friedrich-Ebert-Straße am Rathaus auch in Süd-Nord-Richtung.

Doch das Vorhaben fand damals keine politische Mehrheit und wurde auch von der Verwaltung abgelehnt. Jetzt, fast genau drei Jahre danach, erneuert die CDU ihren damaligen Vorstoß: Die innerstädtischen Verkehrsbezüge in diesem zentralen Bereich sollen nochmals einer umfassenden Prüfung unterzogen werden.

Neue Verkehrsbezüge in Stadtmitte

Dafür plädiert Hans-Joachim Kalb, stellvertretender Bürgermeister und Sprecher der Union im Innenstadt-Ausschuss, in einer aktuellen Mitteilung.

Kalb weiß um die Komplexität des Innenstadt-Themas. Und im Gespräch mit der WAZ macht er deutlich, dass es aus seiner Sicht nicht auf Einzel-Lösungen ankommt, sondern auf viele miteinander abgestimmte Maßnahmenbündel, um die Innenstadt attraktiver zu machen. Und deshalb müsse man auch nochmals über eine Neugestaltung der Verkehrsbezüge auf der Friedrich-Ebert-Straße (Süd-Nord-Öffnung) und auf dem Willy-Brandt-Platz nachdenken.

Zugleich fordert der CDU-Politiker eine nachdrückliche Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz: neue Gestaltungselemente, eine Raum-Kante und vor allem auch mehr Veranstaltungen gehören für die Union dazu.

Auf der Kernfläche des Marktplatzes sollte keinesfalls das Parken erlaubt werden. In diesem Punkt bleibt die CDU bei ihrer - teils heftig kritisierten - Position. Wenn überhaupt, so Hans-Joachim Kalb, solle das Parken nicht auf dem Markt, sondern am Markt verbessert werden. Hier - auf der östlichen Seite des Areals (Marktstraße) - seien breiter dimensionierte Familien- und Seniorenparkplätze denkbar. Die eigentliche Zweckbestimmung des Marktplatzes als öffentlicher Platz und Wochenmarkt dürfe aber keinesfalls durch das „Aufstellen von Blech“ (Autos) gefährdet werden.

Es tut sich was in der Innenstadt

Bekanntlich läuft derzeit auch das vom Land NRW geförderte Projekt der Integrierten Innenstadtentwicklung, auch bei den Stadtspaziergängen mit Gladbeckern sahen sich Projektmacher und Bürger im November 2012 schon auf dem Marktplatz um und sammelten Gestaltungsideen. Auch der Willy-Brandt-Platz war bereits Station dieser Spaziergänge. Insofern fällt der neuerliche CDU-Vorstoß in eine günstige Zeit. Es tut sich was in der Innenstadt - und auch die Süd-Nord-Öffnung der Friedrich-Ebert-Straße ist wohl noch nicht ganz vom Tisch.

 
 

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