Neue Technik gegen Schattenwurf

Der Schattenwurf von rotierenden Propellern der Wind-Strommühlen auf private Wohngrundstücke ist oft ein Streitthema. Wie kann sich die Energiegewinnung besser an die Umgebung beziehungsweise die Anwohner anpassen und trotzdem effizient bleiben? Diese Frage machte sich ein Berufskolleg-Schülerteam in Kooperation mit der Gladbecker Firma SL NaturEnergie (Früher SL Windenergie) zum Thema.

Im Rahmen ihrer Technikerausbildung bildeten Holger Dirks (Firma SL NaturEnergie), André Edelhoff und Rene Ziminski ( beide E.on-Mitarbeiter) sowie Maik Linke (Firma GA-tec) das Projekt-Team. Sie entwickelten eine Software und ein Hardwaremodul zur Berechnung der Lichtintensität an den Windenergieanlagen, um die Schattenabschaltung von Windenergieanlagen zu optimieren. Zur minimalen Störung der Anwohner durch die Windanlagen wird der Rotor stillgestellt, wenn der Schatten der Anlage sich bei Sonnenauf- und -untergang über bewohnte Gebiete legt.

Die vier Elektroniker bestreiten derzeit das dritte Jahr der Techniker-Abendschule am Berufskolleg für Technik in Gelsenkirchen. Sie arbeiten seit Februar an ihrer Abschlussarbeit im Projektbereich Windenergie, die sie vor eine große Aufgabe stellte: Die Anlage soll eine Verbindung zum Server des Leitstands herstellen und die Lichtsensorwerte dorthin übermitteln, so dass eine neu entwickelte Software die Auswertung über den Schattenwurf berechnen kann. Die bereits lauffähige Software wird von den jungen Männern derzeit optimiert und auch nach der Beendigung des schulischen Projekts privat weiterverfolgt werden, um eine Umsetzung zu gewährleisten. Auf die Idee zu dieser Projektarbeit kam die Gruppe durch Holger Dirks, der in der SL NaturEnergie bereits seit vielen Jahren in der Technischen Betriebsführung und Anlagenoptimierung beschäftigt ist. Getestet wurde das Projekt an der Bottroper Anlage der Firma SL NaturEnergie. Per satellitenverbundenem Netzwerk werden die Daten zum Server des Anlagenbetreibers gesendet, so dass Dirks die geplante Umsetzung zukünftig selbst überwachen wird.

 
 

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