Neue Mosaikschule startet mit 89 i-Dötzen

Die 89 i-Dötze der Mosaikschule werden herzlich auf dem Schulhof (Ex-Uhlandschule) begrüßt.
Die 89 i-Dötze der Mosaikschule werden herzlich auf dem Schulhof (Ex-Uhlandschule) begrüßt.
Foto: Funke Foto Services
Besondere Einschulungssituation an der Ex-Vinzenz- und Uhlandschule. Beide Standorte bilden ab diesem Schuljahr eine große Gemeinschaftsgrundschule.

Gladbeck.  Vom Kleinen zum Großen, so könnte man das aufregende Einschulungsszenario der neuen Erstklässler an allen Gladbecker Grundschulen am Donnerstagvormittag betiteln. Für die Vinzenz- und Uhlandschule passt dieses Motto aber im Besonderen. Denn mit Beginn des neuen Schuljahres bilden beide ‘kleineren’ Standorte gemeinsam die neue, große Mosaikschule. Und die neue Gemeinsamkeit klang so bei der gemeinsamen Einschulungsfeier für die 89 i-Dötze auf dem Schulhof an der Horster Straße auch in Liedern und Reden als wichtiges Thema mit.

„Wir sind jetzt eine richtig große Schule mit 370 Kindern“ informierte Ute Kirsten (54), die Leiterin der neuen Gemeinschaftsgrundschule. Mit dem weiteren Versprechen: „Alle Kinder werden hier rechnen, schreiben und lesen lernen, auch wenn sie bisher nicht so gut lesen können oder unsere Sprache noch nicht verstehen“. Schön passte dazu auch das erste Lied des Schülerchores mit dem Refrain „der Regenbogen sagt, alleine sind wir einsam, der Regenbogen sagt, stark sind wir gemeinsam!“ Das ließ sich auch gut auf die weiter gestiegene Herausforderung für die Eingangsklassen übertragen, da in einigen Flüchtlingskinder integriert werden.

Flüchtlingskinder gemeinsam in einzelne Klassen integrieren

Zwei dieser kleinen „Neu-Gladbecker“ besuchen die Klasse 1C von Michaela Becker. „Ein Kind stammt aus Bulgarien und eines aus Rumänien, die beide wohl noch gar kein Deutsch sprechen“, informierte die Klassenlehrerin. Bei der pädagogischen Arbeit wird sie am Standort auch von Integrationshelferin Carola Fechtig unterstützt, die mit einem speziell konzipierten Bilderbuch und Zeichensprache zuversichtlich ist, schnell mit den Flüchtlingskindern „ins Gespräch“ zu kommen.

Jetzt durch die Schulfusion im neuen großen Kollegium (22 Pädagogen) zu arbeiten, sieht Michaela Becker als Vorteil. „An der Horster Straße sind es statt einer nun zwei Eingangsklassen, das erleichtert es, Absprachen zu treffen und sich gegenseitig auch mal zu entlasten.“ Ebenso positiv sieht es Kollegin Eva Bischoff. Man kenne sich ja auch schon gut untereinander, so die Klassenlehrerin einer dritten Klasse, „da das Kollegium bereits seit einem Jahr gemeinsam konferiert“.

Freudige Aufregung war aber überall zu spüren und zu sehen. Natürlich besonders bei den Erstklässlern (und ihren Angehörigen). Darunter Sahin Kaan Cetin, der stolz seine große Minion-Schultüte im Arm trug. „Die habe ich mit meiner Mama selbst gebastelt“, informierte der Sechsjährige. Der Lego-Fan freute sich aber noch mehr auf deren Inhalt, wusste er doch schon, dass ihn darin „Lego-Spielzeug und ein Laserschwert“ erwarten.

Optimierung beider kleinen zu einer großen Schule braucht ihre Zeit

Erwartungen hat auch Papa Recai Cetin (37), zugleich stellvertretender Schulpflegschafts-Vorsitzender: „Es wird sicherlich anfangs nicht einfach sein, die neuen gemeinsamen Schulabläufe zu koordinieren. Die Optimierung der Zusammenarbeit beider Schulstandorte wird ihre Zeit brauchen, aber sicherlich positiv gelingen.“

Zukunftsmusik, denn am spannenden Einschulungstag stand bei vielen Familien die Würdigung des neuen Lebensabschnittes im Vordergrund. „Wir haben ein gemeinsames Grillen mit der Familie geplant, danach wird Kuchen gegessen – wir feiern den besonderen Tag von Helene heute“, berichtete Susanne Brüne (41). Kurz darauf wurde ihre sechsjährige Tochter aufgerufen, um mit ihrer Lehrerin im Klassenverband stolz unter Applaus der größeren Mitschüler, die ein Ehren-Spalier bildeten, ins Schulgebäude einzuziehen.

599 Erstklässler beginnen in Gladbeck ihre Schulkarriere 

Freilich wurde nicht nur an der neuen Mosaikschule groß Einschulung gefeiert, da im gesamten Stadtgebiet 599 Erstklässler in ihre Schulkarriere starteten (Stand Juni).

Im Einzelnen sind das 62 i-Dötze an der Antonius-Schule, 53 Kinder an der Josefschule, 68 Erstklässler an der Lambertischule, 80 i-Männchen an der Pestalozzischule im Verbund mit der Käthe-Kollwitz-Schule, 81 Kinder an der Regenbogenschule, 40 Erstklässler an der Schule am Rosenhügel, 71 Schuleinsteiger an der Wilhelmschule (inklusive Teilstandort Albert-Schweitzer-Schule) und 57 Kinder an der Wittringer Schule.

50 Flüchtlingskinder

Als so genannte Seiteneinsteiger besuchen zudem rund 50 Flüchtlingskinder (Stand August) Klassen innerhalb der Grundschulen im Stadtgebiet, je nach Nähe zum aktuellen Unterbringungsort.

Mit besonderem Interesse wird jetzt wohl auch vom Rosenhügel aus beobachtet, mit welchen Erfahrungen sich der Alltag in den zusammengelegten Grundschulen in Butendorf gestaltet. Denn was dort zur neuen Praxis wird, erwartet indirekt auch die Schule am Rosenhügel und die Antonius-Schule, die ab dem kommenden Schuljahr 2016/17 zur weiteren Groß-Grundschule fusionieren. Mit dem Vorteil, dass hier an der Münsterländer Straße zwei direkt benachbarte Schulstandorte zusammenwachsen.

Neuigkeiten gelten auch für Schultendorf, da mit dem neuen Schuljahr die Pestalozzischule und die Käthe-Kollwitz-Schule einen Verbund bilden. Beide bleiben so zunächst eigenständige Schulen mit Namensbeibehaltung, die sich nun aber quasi das Management (Schulleitung, Hausmeister) teilen.

 
 

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