Nach Entführung in Gladbeck - Täter wieder auf freiem Fuß

Da keine Fluchtgefahr besteht, durften die Männer ersteinmal nach Hause gehen. Ihnen droht aber ein Strafverfahren unter anderem wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung.
Da keine Fluchtgefahr besteht, durften die Männer ersteinmal nach Hause gehen. Ihnen droht aber ein Strafverfahren unter anderem wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung.
Foto: Andreas Bartel / WAZ FotoPool
Keine Fluchtgefahr. Familienangehörige hatten junge Frau aus der Wohnung ihres Freundes geholt. Sie sollte gegen ihren Willen einen anderen heiraten.

Gladbeck. Nach der Entführung einer 23-Jährigen aus der Wohnung ihres Freundes in Gladbeck sind die mutmaßlichen Täter weiter auf freiem Fuß.

Die junge Frau war am 11. April gegen ihren Willen von Männern aus ihrer Familie nach Elfringen-Kirchen im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg verschleppt worden, da die Familie mit der Beziehung offenbar nicht einverstanden ist. Ihr gleichaltriger Freund war in der Wohnung in Brauck mit einer Waffe bedroht und geschlagen worden.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte die Entführte, die zwangsverheiratet werden sollte, tags darauf in Süddeutschland befreit und drei mit ihr verwandte Männer festgenommen. Die Familie hat ausländische Wurzeln, gilt aber als gut integriert.

Da die ermittelnde Staatsanwaltschaft Essen keine Fluchtgefahr sieht, sind die Tatverdächtigen auf freiem Fuß. Ihnen droht ein Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Bedrohung.

 
 

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