Moslemische Pfadfinder berichten über ihre Arbeit

Die Idee, eine Gladbecker Gruppe im Bund der Moslemischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (BMPPD) zu gründen, ist einen Schritt weiter gekommen. Am Wochenende folgten gut 30 Interessierte der Einladung des Jugendvorstandes Emre Ilgin der DITIB-Gemeinde Gladbeck, darunter St. Georgspfadfinder.

Taoufik Hartit, Sara Taybi und Imam Kaddour Elkarrouch (Stellv. Bundesvorsitzender) berichteten vom Aufbau und vom Leben der muslimischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Deutschland, von der Freundschaft mit der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg und den Evangelischen Pfadfindern in Westfalen (VCP). Sie stellten auch ihre Kampagne „Flamme der Hoffnung – Deutschland entdecken“ vor. Sie wird 2013 voraussichtlich auch in Düsseldorf und vielleicht beim Interkulturellen Friedenstag in Gladbeck Station machen. Die Kampagne endet am 3. und 5. Oktober in Berlin.

Der Bund Muslimischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands wurde 2010 ins Leben gerufen. Bei der Ausbildung von Gruppenleitern helfen besonders die Partner der DPSG mit ihrem modularen Ausbildungskonzept. Das Engagement der BMPPD-Verantwortlichen ist bisher rein ehrenamtlich. DPSG, VCP, die Evangelische Jugend von Westfalen und andere unterstützen BMPPD auf dem Weg zur Anerkennung als Jugendverband.

Thomas Dreessen vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche berichtete von einem Lager der Scout Musulmanes de France (SMF) im Sommer 2010, zu dem ihn Hartit eingeladen hatte: „Muslimische Pfadfinder und Pfadfinderinnen von Syrien bis Marokko, aus Spanien, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland waren der Einladung gefolgt. Auch christliche und jüdische Pfadfinder und Pfadfinderinnen nahmen am Lager teil. Ein großes Erlebnis! “

Dankend nahm Emre Ilgin die Einladung entgegen, mit seiner Jugendgruppe an einem Lager der BMPPD teilzunehmen. Der Abend endete mit einem Essen und hoffnungsvollem: „Bis bald! Gut Pfad!“

 
 

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