Minister staunt über Umwelt-Produkte

Georg Meinert
NRW-Umweltminister Johannes Remmel (M.) zu Besuch bei der Klingenburg GmbH in Gladbeck. Empfangen wurde er von Arndt (l.) und Kai Klingenburg.
NRW-Umweltminister Johannes Remmel (M.) zu Besuch bei der Klingenburg GmbH in Gladbeck. Empfangen wurde er von Arndt (l.) und Kai Klingenburg.

Gladbeck.  Hoher Besuch am Mittwoch bei der Firma Klingenburg in Brauck: NRW-Umweltminister Johannes Remmel stattete dem Weltmarktführer im Bereich Wärmetauscher eine einstündige Visite ab.

Der Minister, der auf eigenem Wunsch und nicht mit großem Tross, sondern nur mit einem Referenten angereist war, ließ sich von den Firmenchefs Kai und Arndt Klingenburg über das hohe Energie- und damit auch CO2-Einsparpotenzial der Firmenprodukte informieren. Klingenburg produziert Geräte zur Rückgewinnung von Wärme aus Gebäuden – Rotationswärmetauscher für den industriellen Bereich und Plattenwärmetauscher für den Wohnbereich. Mit diesen „High-Tech-Produkten“ könne bis zu 95 Prozent Heizenergie gespart werden, erläuterten Kai und Arndt Klingenburg.

Minister Remmel lobte bei Firmenrundgang und Produktionsbesichtigung das Engagement des Unternehmens im Umweltbereich. „Die beste Wärme ist die, die man nicht braucht“, sagte Remmel, der sich nicht nur für die Produkte, sondern auch für die dahinter steckende Technologie interessierte. Die Firma stelle Produkte her, die Wärme mehrfach und damit äußerst effizient nutze, erfuhr der Gast aus Düsseldorf. Klingenburg fertige als Komponentenlieferant hauptsächlich vier Produkte in verschiedenen Modellen und individuell auf Kundenwünsche zugeschnitten. Zu den verschiedenen Modellen von Rotationswärmetauschern und Plattenwärmetauschern gesellen sich spezielle Befeuchter.

In einem Gespräch mit den Firmenchefs stimmte der Umweltminister Kai Klingenburg zu, dass das Thema Energieeffizienz, zu dessen Themenfeld die Entwicklung und Produktion von Wärmetauschern zählt, einen deutlich höheren Stellenwert erhalten sollte, als ihm momentan zukomme. Energierückgewinnung und damit Energieeffizienz friste ein Schattendasein, da sie im Gegensatz zu erneuerbaren Energien nur als Ersatzmaßnahme aufgeführt werde, so Remmel, der sich beeindruckt vom Firmenerfolg zeigte.

Die Klingenburg GmbH ist seit über 30 Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Mathias Stinnes angesiedelt. Allein am Hauptstandort Gladbeck mit zwei Werken beschäftigt das mittelständische Unternehmen rund 200 Mitarbeiter. Ein weiteres Werk steht in Swidnica / Polen. Mit dem Vertrieb ist Klingenburg weltweit auf allen Kontinenten vertreten.