Mädchen auf spannender Energiezeitreise

Foto: Funke Foto Services

Auf eine spannende Reise, die sie zurück in die Gladbecker Steinkohle-Bergbautradition der 1950er und 1960er Jahre führte bis hin zu moderner Stromgewinnung durch Windenergie, begaben sich jetzt elf Mädchen des Mädchenzentrums Brauck. Im Rahmen des Leseförderungsprojektes „Lesen macht stark“ durften die Nachwuchsforscherinnen selbst kräftig aktiv werden. In Kooperation mit dem Museum der Stadt und der Ele Wind GmbH sollten sie eine Fotogeschichte zum Thema „Energiezeitreise“ erstellen.

Dazu wurden die 10- bis 12jährigen Mädchen mit mobilen Tablet-Computern ausgestattet, sie erhielten eine Einweisung in die Geräte und der Software um ihre Fotostory im Bild festzuhalten und so aufzuarbeiten, dass ihre Energiezeitreise öffentlich im Museum auf Wittringen präsentiert werden kann.

Zum Auftakt des viertägigen Prpjektes wurd zunächst in einer spannenden Geschichte vorgelesen, wie die Menschen in unserer region überhaupt die Kohle für sich als Heizmittel entdeckten. Der Geschäftsführer der Ele-Scholven-Wind Gmbh, Andreas Brandt, las den Mädchen dazu in der Stadtbücherei die Sage „Schweinehirt Jörgen entdeckt die Kohle“ vor. Anschließend übernahmen die Mädels die Regie. In kleinen Arbeitsgruppen ertellten sie eine Art Comic (Storyboard) als Leitfaden für ihre Fotogeschichte. Um die Sage im Bild festzuhalten, wurde das Geschehen von den Mädchen szenisch nachgestellt und fotografiert.

In neue Rollen geschlüpft

In neue Rollen durften die Zeitreisenden dann sofort wieder am zweiten Projekttag im Museum s schlüpfen. Bei hochsommerlichen Temperaturen gab Museumsleiterin Dr. Christine Schönebeck in den Ausstellungsräumen des Wasserschlosses zunächst eine kurze Einführung in den Bergbau und zeigte den Mädchen dazu nicht nur Bergbautypisches, wie die Kluft des Kohlehauers, sondern auch die Szenerie, damals daheim im Zechenhaus. Begeistert schlüpften zwei Mädchen dann in die Rolle eines Bergmannes und dessen Frau, um von den Kolleginnen abgelichtet zu werden. „Ich wusste gar nicht, dass früher auch mit der Kohle im Bügeleisen gebügelt wurde“, staunte Azra (11).

Nach der Bergbaukulisse im Museum startete die Gruppe im Großraumtaxi zum Windpark auf der Halde Oberscholven. Mit Andreas Brandt konnte der sonst nicht öffentlich zugängliche Haldenkopf betreten werden, wo die Forscherinnen die Windräder bestaunten. In knapp 100 Metern Höhe dreht sich hier ein riesengroßer „Dynamo“ mit dem Strom erzeugt wird, nach dem der Wind den riesigen Rotor mit einem Durchmesser von 82 Metern angepustet hat. Auch im Inneren der „Strom-Spargel“ duften die Mädchen ihre Fotos schießen.

An den beiden letzten Projekttagen war dann „Schreibtischarbeit“ in der Stadtbücherei statt Außentermin angesagt. Unterstützt von Mitarbeiterinnen des Mädchenzentrums und der Bücherei erstellten die Mädchen ihre Fotostory „Energiezeitreise“, die auch im Mädchenzentrum gezeigt werden soll.

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