Linke im RVR: Neues Bürgervotum zur Autobahn 52 nötig

Unterstützung erhalten die A 52-Ausbaugegner von der Fraktion Die Linke in der Verbandsversammlung des RVR.
Unterstützung erhalten die A 52-Ausbaugegner von der Fraktion Die Linke in der Verbandsversammlung des RVR.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Fraktion der Partei Die Linke in der Verbandsversammlung des RVR lehnt die A 52-Ausbaupläne ab und fordert ein neues Bürgervotum.

Gladbeck / Essen..  Die Fraktion der Partei Die Linke im Regionalverband Ruhr (RVR) lehnt das am 3. November in Berlin vereinbarte Paket zum Bau der A 52 in Gladbeck strikt ab.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion Die Linke in der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR): „Die jetzt in der Diskussion befindlichen Pläne zum Ausbau der B 224 zur A 52 sind nicht neu. Sie bringen erneut das auf den Tisch, was bereits vor drei Jahren diskutiert wurde. Mit dieser ,Rückwärtsrolle‘ zu einem Vorschlag, der von den Gladbecker Bürgerinnen und Bürger schon einmal abgelehnt wurde, löst man kein Verkehrsproblem. Im Gegenteil, man schafft neue!“

Das Verkehrsaufkommen in den Städten entlang der B224 werde wachsen, da die A 52 eine Transitautobahn für den Nord-Süd-Fernverkehr sei. Besonders problematisch sei der wachsende Verkehrsdruck auf die innerstädtischen Straßen in Essen, wenn die A 52 im Tunnel durch Gladbeck geführt werde und dann in einem Autobahn-/Straßenkreuz an der A 42 im Essener Norden ende.

Die Fraktion der Partei Die Linke in der Verbandsversammlung des RVR erklärt, sie halte es für „selbstverständlich, dass Ratsbeschlüsse, die vom Votum eines Bürgerentscheides abweichen, auch nach Ablauf der formellen Fristen durch die Bürgerinnen und Bürger bestätigt werden müssen“.

„Alternative Vorschläge müssen endlich Gehör finden“

Auch Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) habe die Durchstreckung der A 52 durch Gladbeck nicht in die Vorschläge des Landes zum Bundesverkehrswegeplan aufgenommen, andererseits tue er nichts, um die vom Bürgerforum Gladbeck vorgelegten Alternativvorschläge zu prüfen.

Wolfgang Freye: „Wir brauchen endlich eine andere Verkehrspolitik, die nicht einseitig auf den Autoverkehr setzt und die Umsetzung von Alternativen zum Ausbau der A 52 sucht. Das Bürgerforum Gladbeck hat ein ganzes Maßnahmenpaket u.a. zur Stärkung des Nahverkehrs vorgelegt, das zur Entlastung der B 224 führen würde. Diese alternativen Vorschläge sollten in den Verkehrsministerien des Bundes und des Landes endlich Gehör finden. Die Ausbaupläne der A 52 jedenfalls gehören in die Schreibtischschublade und nicht mehr in den neuen Bundesverkehrswegeplan.“

Mit dieser Argumentation liegt die RVR-Fraktion der Linken voll auf dem A 52-Kurs der Gladbecker Die-Linke-Ratsfraktion, die einen Ausbau ebenfalls strikt ablehnt

 
 

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