Lesetechnik der Zukunft in der Ausleihe

Bibliothekarin Iris Doblin und Büchereileiter Uwe von der Weppen stellen das neue Ausleih-Angebot vor.
Bibliothekarin Iris Doblin und Büchereileiter Uwe von der Weppen stellen das neue Ausleih-Angebot vor.
Foto: WAZ FotoPool

Sie sind so groß wie ein Taschenbuch und wiegen nicht viel mehr als eine Tafel Schokolade - innen drin ist aber Platz für eine kleine Bibliothek. Das sind die eBook-Reader, die sich auf dem Lesemarkt immer mehr durchsetzen. So ein Gerät nutzt, wer ein elektronisches Buch, ein eBook, lesen will. Ferne Zukunftsliteratur? Von wegen. eBooks gehören längst zum Standard-Angebot vieler Verlage und können bereits seit 2008 wie jedes Buch auch in der Gladbecker Stadtbücherei entliehen werden. Weil ebooks, auch „epub“ genannt (elektronische Publikation), aber nicht nur am PC, sondern ganz praktisch auch auf einem transportablen Gerät gelesen werden können, fragen Büchereinutzer seit Monaten immer häufiger „Verleihen Sie so etwas auch?“

„Ja“, kann Büchereileiter Uwe von der Weppen jetzt endlich antworten. Ab Dienstag, 31. Juli, verleiht die Bücherei fünf eBook-Reader. „Jeweils für 14 Tage und zum Testen“, fügt Uwe von der Weppen hinzu. Denn so können Büchereikunden, die über die Anschauffung eines eigenen eBook-Readers nachdenken, ein solches Gerät erst einmal kennen lernen und dabei ausprobieren, ob ihnen das Lesen auf dem Display überhaupt zusagt. Oder ob sie mit der Handhabung zurecht kommen.

Die ist eigentlich recht simpel: Buchtitel anklicken, mit einem Fingerwisch zur nächsten Seite übergehen, bei Bedarf auch vor- oder zurückblättern. Sogar Lesezeichen lassen sich legen und an einigen Modellen gibt eine winzige Leselampe das nötige Licht. Weil der Reader kaum Energie braucht, hält der Akku wochenlang.

Das Lesen ist also einfach, das Laden des Lesestoffes aber nicht ganz unkompliziert. Darauf weist der Büchereileiter hin: „Wer gar nicht mit einem PC umgehen kann, sollte es lassen.“ Zumal der eigene Computer und ein zu installierendes Programm sowieso für das Herunterladen der eBooks benötigt werden, die dann erst per USB-Kabel auf den Reader überspielt werden können.

Für Iris Dobin, Bibliothekarin mit Zusatzqualifizierung für Internet und EDV, ist das natürlich kein Problem. Für sie gehört der Reader schon fast zum (Berufs-)Alltag. Für die Ausleihe hat sie verschiedene Modelle ausgesucht, damit die Leser das für sie geeigneteste herausfinden können.

Was sie darauf lesen können? Alles, was die Bücherei im Verbund mit den anderen Bibliotheken im Kreis im Ausleihebestand hat. Rund 15.000 elektronische Publikationen sind das mittlerweile, darunter so aktuelle Krimis Jo Nesbos „Rotkehlchen“ oder Charlotte Links „Der Beobachter“.,

Ausleihe kostet 2,50 Euro

Der Bestand an elektronischen Publikationen klingt viel, macht aber nur einen Bruchteil des Gesamtangebots von 700.000 Medien in der Bücherei aus.


Nutzen kann das neue Ausleiheangebot jeder Nutzer ab 18 Jahren.

Über die Ausleihe des Geräts wird ein Leihvertrag geschlossen. Die Gebühr für die 14-tägige Leihfrist beträgt 2,50 Euro.

 
 

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