Kumpel rotiert auf der Haldenspitze

Walter Hüßhoff und seine Enkelin Hannah (4) am Modell des Halden-Windrads in der Form eines Bergmanns. Der IGBCE-Mann will das Projekt nun der Politik vorstellen und hofft auf weitere positive Resonanz.
Walter Hüßhoff und seine Enkelin Hannah (4) am Modell des Halden-Windrads in der Form eines Bergmanns. Der IGBCE-Mann will das Projekt nun der Politik vorstellen und hofft auf weitere positive Resonanz.
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck..  Ein Föhn rauschte am Donnerstag auf dem Marktplatz - und das aus besonderem Grund: Walter Hüßhoff (IGBCE) präsentierte eine neue Idee für die Haldengestaltung in Gladbeck. Und der Haartrockner lieferte den nötigen Wind dazu.

Nach der intensiven Diskussion um den „Engel der Kulturen“ nun eine neue Idee: Eine Bergmanns-Figur, die auf der Halde als Windrad zum Einsatz kommen soll. Ein traditionell geprägtes Haldensymbol also, das zugleich die Zukunftsfähigkeit der Region spiegeln soll: Die Windenergie ersetzt die Kohleförderung; Gladbeck und das Ruhrgebiet auf dem direkten Weg ins 21. Jahrhundert.

Was am Donnerstag auf dem Markt als Modell zu sehen war, soll nach den Vorstellungen von Walter Hüßhoff in der Realität 25 Meter hoch werden. Als Standort für das Vertikal-Windrad kann sich Hüßhoff die zum Vulkan geschüttete Mottbruchhalde oder auch die kleine Moltkehalde vorstellen. Beide liegen ja in der Nähe der B 224 bzw. der Autobahn 2. In beiden Fällen wäre das Haldensymbol täglich für tausende vorbeireisende Auto- und Lkw-Fahrer schon von weitem sichtbar. Gladbeck erhielte ein unübersehbares Kumpel-Symbol. Das voraussichtliche Bau-Material: Glasfieber. Ein Zukunftsmaterial, das wegen seiner Leichtigkeit bestens geeignet ist.

Rotierende Micky Maus für Florida?

Und Walter Hüßhoff denkt bereits in größeren Dimensionen: „Warum versuchen wir nicht, von Gladbeck aus einen neuen globalen Markt für diese Form von Vertikal-Windrädern zu schaffen?“, sagte er zur WAZ. Punktgenau passende Haldensymbole ließen sich an vielen Stellen in der Region finden - und auch international: Warum nicht eine rotierende Micky-Maus-Figur made in Gladbeck für das Disneyland in Florida?

Ein Erfolg solcher Projekt-Überlegungen könnte auch viele neue Arbeitsplätze in Gladbeck schaffen, meint Hüßhoff. Er will jetzt die Politik einschalten und auch hier sein Kumpel-Modell der regenerativen Art vorstellen. Die ersten Reaktionen auf dem Marktplatz waren durchweg positiv: Immer wieder schauten Marktbesucher an dem per Föhn rotierenden Kumpel im Bergmannskittel vorbei und bestaunten die Anlage. Gleich nebenan war ein Bild in Acrylfarben zu sehen - ein Motiv aus Hüßhoffs Hand, das demonstrierte, wie das Panorama aussehen kann, wenn der rotierende Kumpel künftig auf der Mottbruchhalde steht.

Für Fledermäuse und Vögel stellt diese Form der Windrad-Gestaltung übrigens keine Gefahr da: „Diese Tiere sehen den Kumpel“, ist sich Hüßhoff sicher.

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