Kruse: Der Bürgermeister spaltet die Stadtgesellschaft erneut

A 52-Kritiker und Die-Linke-Ratsmitglied Franz Kruse meldet sich in der aktuellen Autobahndebatte zu Wort: Beim Streit um die Gesprächsbereitschaft des Bürgermeisters mit A 52-Kritikern sei „doch wohl klar, wie die Dinge liegen“, meint Kruse, der weiter ausführt: „Auf dem SPD-Stadtparteitag im November hieß es über das Bürgerforum: ,Das sind arrogante Besserwisser, mit denen rede ich nicht mehr.’“ Nun sei diese Verweigerungshaltung von einem WAZ-Leser kritisiert worden und schon lebe „das alte A 52-Spiel des Bürgermeisters“ wieder von Neuem auf: Ulrich Roland schicke offenbar seinen Stadtsprecher (der dieses Amt nach seiner Internetaffäre eigentlich nicht mehr ausüben sollte, so Kruse) vor, um seinem Kritiker eine polemische Antwort zu geben, die diesen Kritiker unglaubwürdig erscheinen lassen solle. „Dabei steht dieser Kritiker doch auf der Seite einer Mehrheit, die sich gegen den Bau der A 52 ausgesprochen hat. Das weckt ungute Erinnerungen an die Zeit vor vier Jahren, als sich eine gespaltene Stadtgesellschaft bis aufs Messer über die A 52 gestritten hat.“

Dass aus politischen Gründen der Gegner beschimpft werde und Feindbilder erzeugt würden, erlebe man häufig, aber dass offenbar ein Bürgermeister große Teile seiner Bürger ins Feindbild rücke, sei neu. Kruse abschließend: „Herr Roland, der skandalöserweise noch vor dem Bürgerbegehren gegen die Autobahn eilig den Vertrag für den A 52-Bau unterschrieben hat, ist dabei, die Stadtgesellschaft erneut zu spalten. Er sollte seine Politik einmal selbstkritisch überdenken.“