Gladbeck

Klinikverbund hofft auf eine schwarze Null

Das St. Barbara Hospital in Gladbeck
Das St. Barbara Hospital in Gladbeck
Foto: WAZ FotoPool
KKEL peilt ein ausgeglichenes Jahresergebnis an. Krankenhausreform fällt positiver aus als befürchtet. Der Ausbau der Urologie soll im April starten.

Gladbeck.  . Zumindest über ein vorgezogenes Weichnachtspräsent darf sich KKEL-Geschäftsführer Berthold Grunenberg schon freuen: Die Proteste in Richtung Berlin, auch der Gladbecker Belegschaft, haben gewirkt. Die von der Politik beschlossene Krankenhausstrukturreform fällt positiver aus, als befürchtet. Ob es insgesamt für die Katholischen-Kliniken-Emscher-Lippe finanziell ein zumindest verlustfreies Jahr mit ausgeglichenem Ergebnis und „schwarzer Null“ wird, bleibt noch abzuwarten. Grunenberg: „Wenn alles weiter gut geht, können wir das hinkriegen.“

Dass der Versorgungszuschlag zu den mit den Krankenkassen abrechenbaren Fallpauschalen nicht wie zunächst noch im Entwurf geplant gestrichen wird, lässt die finanzielle Zukunft jedenfalls schon etwas rosiger aussehen. Der ab 2017 angedachte Wegfall des Zuschlages hätte für den Klinikverbund einen Verlust von 700 000 Euro (davon 350 000 für das St. Barbara-Hospital) bedeutet.

Der Zuschlag solle in einen Pflegezuschlag umgewandelt werden, „der sich jetzt offenbar endlich nach der Höhe des Pflegebudgets, also den tatsächlichen Kosten, die ein Haus für den Pflegdienst hat, bemessen wird“, so Grunenberg. So dass dort, wo viel Pflege geleistet wird, das auch entsprechend honoriert werde. Der Geschäftsführer erwartet, dass mit dem Zuschlag die aufgrund der Tariferhöhung gestiegenen Personalkosten ausgeglichen werden können.

Die Krankenhausreform will zudem Häuser, die nach den festgelegten Qualitätsanforderungen gute Arbeit leisten (Spezialisierung), finanziell belohnen, und Kliniken, die dies nicht tun (Überkapazitäten, unnötige Operationen), finanziell abstrafen. Grunenberg sieht die KKEL dazu gut aufgestellt. Wie genau die Bewertung für die Standorte ausfällt, bleibe aber im Vergleich mit andere Kliniken noch abzuwarten, „da die Landesämter ja dies erst erheben und auswerten müssen“; mit Ergebniseffekt rechnet der Geschäftsführer für 2018.

Die erst jetzt verabschiedete Strukturreform hatte dazu geführt, dass der längst geplante Ausbau der Urologie – wie die Neurologie Paradeabteilung der KKEL – erst im April 2016 startet. Bis Ende September sollen im alten Laborbereich Komfortzimmer (10 Betten) entstehen – für Privatpatienten.

 
 

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