Keine Eintagsfliege

Infostand der Bürgerinitiative „Für Gladbeck“ am 24. März in der Innenstadt. Foto: Thomas Gödde / WAZ FotoPool
Infostand der Bürgerinitiative „Für Gladbeck“ am 24. März in der Innenstadt. Foto: Thomas Gödde / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Die Initiative „Für Gladbeck“ will den weiteren lokalen Diskussionsprozess zum Thema B 224/A 52 intensiv begleiten.

Gladbeck.. Wer geglaubt hat, ihre Initiative sei eine Eintagsfliege, der hat sich geirrt: Die Bürgerinitiative „Für Gladbeck“ bleibt auch nach dem A-52-Ratsbürgerentscheid beim Thema B 224/A 52 am Ball und sieht weiteren lokalen Handlungsbedarf, wenn es um die Zukunft der Trasse auf Gladbecker Gebiet geht.

Am 25. März hatten die Gladbecker Wähler bekanntlich beim Ratsbürgerentscheid den A-52-Ausbau mit einem 1,5-km-Tunnel klar abgelehnt. Danach herrschte zunächst einmal weitgehend Funkstille zum sensiblen A-52-Thema; jetzt gewinnt die lokale Diskussion offenbar wieder an Fahrt. „Für Gladbeck“ hatte den Ausbauvorschlag, über den am 25. März abgestimmt wurde, klar unterstützt, sieht jetzt aber eine völlig neue Situation bei diesem Verkehrsthema:

„In den letzten Jahren haben wir uns in Gladbeck sehr stark auf die Tunnellösung konzentriert, einschließlich aller Begleitmaßnahmen auf der A 2 (moderner Schallschutz, „Flüsterasphalt“ etc.)“, erläutern die „Für Gladbeck“-Aktiven rund um das ehemalige SPD-Ratsmitglied Klaus Dyba in einer aktuellen Mitteilung vom Wochenende. „Nun stehen wir wieder am Null-Punkt und müssen zusammen mit der Stadt und den Betroffenen eine ganz neue Lösung entwickeln.“

Die Initiative „Für Gladbeck“ listet dabei die aus ihrer Sicht zentralen Einzelpunkte auf:

- Die Stadt Gladbeck sei nicht „Herr der Planungen“, weil sie nicht Eigentümerin sei.

- Daher müsse der Landesbetrieb StraßenNRW als zuständige Behörde für die B 224 von Anfang an mit einbezogen werden.

- Für eine Lösung müssten Bestandspläne zur Verfügung gestellt und die aktuellen Verkehrsströme erfasst werden.

- Gefahrenquellen bedürften einer genauen Betrachtung und Prüfung.

- Ganz entscheidend für weitere Planungen seien die Finanzen: „Werden sie von Bund und Land überhaupt zur Verfügung gestellt und wenn ja, in welcher Höhe?“

„Für Gladbeck“ formuliert weiter: „Wenn wir Gladbecker Bürger nicht mit der jetzigen Verkehrssituation auf der B 224 leben können und wollen, dann bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung, unter Einbeziehung aller Ämter und Behörden auf allen Ebenen, die vorhandenen Zustände zu beseitigen.“ Es bleibe jetzt nach der Landtagswahl abzuwarten, „wie sich die neue Landesregierung personell aufstellt“.

Nach Angaben von Beisitzer Dieter Martin hat die Initiative „Für Gladbeck“ derzeit über 60 Mitglieder, die sich regelmäßig austauschen und treffen.

 
 

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