Jecken machen Rosenhügel zur Narren-Hochburg

Schrill, bunt und ausgefallen: Die Kostüme der verschiedenen Gruppen waren teils sehr ausgefallen.
Schrill, bunt und ausgefallen: Die Kostüme der verschiedenen Gruppen waren teils sehr ausgefallen.
Foto: Funke Foto Services
Die Schubkarren KG lud wieder zum Karnevalsumzug auf den Rosenhügel ein und tausende Jecken – jung und alt – kamen zum bunten Treiben.

Gladbeck..  Spiderman, Batman, Lego-Männchen, Tabalugas und Vogelscheuchen - sie alle erwachen beim Rosenhügeler Karneval der Schubkarren KG zum Leben. Ein „Helau“ folgt dem nächsten, Alt und Jung grüßen lautstark zurück. Als Dankeschön gibt es Kamelle, Klümpchen, Popcorn oder hier und da etwas Ausgefallenes: Ein Ring oder eine Kette sind mit dabei. Karneval auf dem Rosenhügel, das bedeutet nicht nur einfach Bonbons werfen. Hier lassen sich alle Beteiligten immer wieder etwas neues einfallen. Jahr für Jahr.

Rosenhügel hebt ab

Einer von ihnen ist Michael Koloßa. Unter dem Motto „Rosenhügel - Wir heben ab“ sorgt er mit seiner 23-Köpfigen-Pilotentruppe für einen echten Hingucker beim Umzug. „Zwei Tage haben wir pro Kostüm gebraucht“, erklärt Koloßa, der voller Vorfreude loszieht. „Darauf haben wir hingearbeitet.“ Natürlich dürfen das Bierfass, die Musikanlage und massig Kamelle nicht fehlen auf dem großen Wagen.“

Wie wird ein Stadtteil zur Karnevals-Hochburg? Zugegeben, Gladbeck ist nicht gerade bekannt für Karnevals-Tradition á la Düsseldorf oder Köln. Doch weit gefehlt: Michael Koloßa widerspricht: „Seit 28 Jahren gibt es diesen Umzug schon. Alle warten auf uns.“ Marienkäfer Benita Welmering (44) pflichtet bei: „Hier in Rosenhügel geben sich die Organisatoren so viel Mühe.“ Es ist heimelig, gemütlich und jeder kennt jeden. „So verwandeln wir alle den Rosenhügel zur Jecken-Hochburg“, freut sich Rainer Momsen (33).

Krankenschwester küsst Lego-Figur

Indes geht es beim Umzug auf den Straßen eng zu. Genau das macht diese kunterbunte Fete so besonders. Oberste Prämisse beim Rosenhügeler Karneval ist bekanntlich, dass die Wagen nicht motorisiert sein dürfen. Die Fun-Runner (VfL) ziehen ihren riesigen Bollerwagen hinter der Kapelle her, das Bett-Mobil wird von Schlaffeen und -prinzen durch die Menge geschleust.

Der Gartenbauverein Rosenhügel ist mit einer ganzen Hippie-Familie am Start. Natürlich darf das Bützchen für den Nachbarn am Straßenrand nicht fehlen. Und wenn etwa eine sexy Krankenschwester einen Mann im riesigen Lego-Kostüm küsst, geht den anderen Hawaii-Damen und Piraten ebenfalls das Herz auf.

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