IWG – Innovation made in Gladbeck

Das Innovationszentrum Wiesenbusch Gladbeck
Das Innovationszentrum Wiesenbusch Gladbeck
Foto: WAZ FotoPool
Rund 50 Firmen aus der High-Tech-Branche und dem Bereich Neuer Energien sind Mieter im Innovationszentrum Wiesenbusch, das Mitte der 90er Jahre am grünen Rand von Rentfort gebaut wurde. Damit ist das IWG so gut wie ausgelastet. Das Restaurant hat allerdings nicht funktioniert, dort zieht in Kürze ein Unternehmen ein.

Gladbeck..  Die InnovationCity liegt jenseits der Stadtgrenze, aber Innovation kann Gladbeck auch, und das bereits seit 1996. Damals zogen die ersten Mieter ein in das futuristisch gebaute Innovationszentrum Wiesenbusch IWG in Alt-Rentfort. Seitdem ist das die Gladbecker Top-Adresse für Firmen der High-Tech-Branche und im Bereich neuer Energien. Und der Laden am grünen Rand der Stadt läuft: „Wir sind so gut wie voll“, kann Geschäftsführer Jürgen Buschmeier vermelden. Knapp 50 Unternehmen sind aktuell in dem repräsentativen Gebäude mit viel Platz für Empfänge und Besprechungen ansässig, das bedeutet eine Auslastung von 98 Prozent. Der Geschäftsführer sieht das mit einem lachenden und weinenden Auge: „Wir haben kaum noch Flächen anzubieten“, beobachtet er bei aller Zufriedenheit die hohe Auslastung auch mit Sorge.

Das Konzept, das Mitte der 90er Jahre im Rahmen der IBA-Emscherpark-Ausstellung in ganz NRW zig Wissenschaftszentren entstehen ließ, hat in Gladbeck offensichtlich funktioniert. Ein Zentrum für Tüftler, Forscher, High-Tech-Ingenieure sollte das Gladbecker IWG sein, und „das gilt im Kern weiterhin“, sagt Buschmeier.

Wobei die Größe der ansässigen Firmen durchaus variieren kann: Sie reicht vom Ein-Mann-Dienstleistungsbüro bis zum Brennstoffzellenhersteller Hydrogenics, der zwei Hallen mit einer Fläche von 1600 Quadratmetern nutzt. Manche IWG-Mieter sind mit der Zeit so gewachsen, dass sie in der Nähe eigene Firmengebäude gebaut haben. Dazu gehören die Saligergruppe und die Maschinenbaufirma Glama. Andere wie das Beratungsunternehmen Dr. Sander sind seit Jahren treu.

Fluktuation ist gewollt und bewusst Bestandteil des IWG-Konzepts, das auch Firmenstartern eine erste Chance geben will. Sie haben hier im wortwörtlichen Sinne eine erste Adresse, können für 1000 Euro ein Dreimonats-Starterpaket mieten.

Interesse am IWG zeigen mittlerweile Unternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus. Buschmeier: „Wir sind anderswo fast bekannter als im Ruhrgebiet.“ Die attraktive Lage im Grünen, das vorzeigbare Ambiente, die Nähe zur Autobahn - das lockt Firmen nach Gladbeck, hat aber auch einen Preis: 13,50 bis 14 Euro Miete kostet der IWG-Quadratmeter, was im oberen Bereich liegt. Dennoch arbeitet das IWG nicht ganz kostendeckend, schießt die Stadt als Eigentümerin jedes Jahr rund 350 000 Euro zu. Denn das Gebäude, so innovativ es einst gebaut worden ist, hat auch Nachteile: Von 10.000 Quadratmetern sind nur 6000 als Bürofläche vermietbar.

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