IHK fordert neue Entscheidung zur A 52

Das Verkehrsaufkommen auf der  B 224 hat nach Einschätzung der IHK in den vergangenen zwei Jahren zugenommen.
Das Verkehrsaufkommen auf der B 224 hat nach Einschätzung der IHK in den vergangenen zwei Jahren zugenommen.
Foto: WAZFotoPool

Gladbeck..  Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bleibt auch im neuen Jahr bei ihrer Forderung, die B 224 zur A 52 auszubauen. „Es muss den Lückenschluss geben“, sagte Peter Schnepper, stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer und Chef der Vestischen IHK-Gruppe mit Sitz in Buer.

Schnepper fordert eine Neubelebung der politischen Diskussion. „Der Ratsbürgerentscheid hat keine Bindung bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag“, so der IHK-Funktionär im WAZ-Gespräch. 2014 habe Gladbeck die rechtliche Möglichkeit, sich neue Gedanken zu machen und neu zu entscheiden. Schnepper: „Die IHK möchte die Gelegenheit nutzen, mit der Stadt und der Region über Vor- und Nachteile eines Ausbaus und über mögliche Alternativen zu diskutieren, damit eine langfristige Lösung gefunden wird.“

Der Geschäftsführer der Vestischen IHK-Gruppe betonte im WAZ-Gespräch, dass es nicht nur um Gladbecker Interessen gehe. Es gehe auch um Interessen der Nachbarstädte, der Region und darüberhinaus. „Der überregionale Verkehr muss geordnet abfließen können.“ Gewerbestandorte im Norden, die auf die Verbindung angewiesen sind, hätten bereits nachweisbar wirtschaftliche Nachteile.

„Situation kann so nicht bleiben“

Er könne verstehen, beteuerte Schnepper, dass viele Gladbecker eine andere Meinung haben, aber die Situation mit einer überlasteten B 224 könne so nicht bleiben. „Das ist eine Bundesstraße, und der Bund muss den dortigen Verkehr so organisieren, dass er fließt.“ Das gehe aus Sicht der IHK nur mit einem Ausbau zur Bundesautobahn.

Der Chef der Vestischen IHK-Gruppe wies darauf hin, dass sich der Verkehr auf der B 224 zwischen Buer und Gladbeck in den vergangenen zwei Jahren nicht abgeschwächt habe. „Auf keinen Fall, im Gegenteil, das Verkehrsaufkommen ist gestiegen.“ Die Situation sei zunehmend „für alle nicht mehr zumutbar“.

Schnepper betonte, die IHK gehe mit ihrem Standpunkt nicht gegen den Bürgerentscheid vor, der zwei Jahre bindend sei. „Jetzt aber geht es in eine neue Phase.“ U.a. auch, weil das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der B 224 in Bottrop laufe. Die Situation in Gladbeck werde sich weiter verschärfen, wenn erst einmal der Abschnitt zwischen A 42 und A 2 ausgebaut sei. „Es ist daher an der Zeit, dass sich in Gladbeck eine neue Perspektive für den Lückenschluss zwischen Buer und der A 2 entwickelt.“ Die IHK rege an, dass sich Gladbeck mit den Nachbarn Bottrop und Gelsenkirchen abstimmt. „Dann kann es ein anderes Ergebnis geben.“

Die IHK Nord Westfalen setzte sich im Vorfeld des Ratsbürgerentscheides stets und vehement für einen Ausbau der B 224 zur A 52 mit Tunnel ein. Die IHK hat zuletzt den Gladbecker Abschnitt der B 224 eigenständig zum Bundesverkehrswegplan angmeldet. „Damit es auf diesem Weg eine neue Diskussion geben kann“, so IHk-Geschäftsführer Peter Schnepper.

Der Ratsbürgerentscheid fand am 25. März 2012 statt. Vor Ablauf von zwei Jahren (am 25. März 2014) kann das Thema nicht neu im Rat entschieden werden. Bürgermeister Roland meint, auch darüber hinaus könne man dies aus moralischem Grund nicht tun.

 
 

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