Hubertushöfe folgen Strangemann

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Gladbeck.  Sechs Jahre lang präsentierte sich das Gelände des ehemaligen Baustoffhandels Strangemann an der Voßstraße als Leerstand, nun will ihm eine Gladbecker Investorengruppe neues Leben einhauchen. Aus dem Gebäudeensemble sollen die „Hubertushöfe“ entstehen.

„Wir wollen die vier Gebäudeeinheiten umbauen und sanieren und sie einer neuen Nutzung zuführen“, erläutert Klaus Thelen, einer der Investoren neben Hermann Balling und Klaus Thelen, im Gespräch mit der WAZ. Die Idee verfolge das Trio schon seit einiger Zeit, seit sechs Wochen sind die drei auch Eigentümer der verwaisten Immobilie. Die Gebäude auf dem 3800 qm großen Gelände, das sich sehr ins Hinterland zieht, sollen im Bestand erhalten bleiben, so Thelen, innen neu aufgeteilt und gestaltet werden, sich aber auch von außen ändern. „Das wird alles hübscher.“

Den Kernbereich wird der Bürgerschützenverein Hubertus Zweckel nutzen, der nach über 20 Jahren den Standort im Bunker Bohnekampstraße verlassen wird. Thelen: „Der Verein wird hier einen Luftgewehr-Schießstand sowie Gemeinschafts- und Sitzungsräume errichten.“ Über diese Nutzung hat sich der Verein mit den Investoren, die alle Mitglieder von Hubertus Zweckel sind, bereits geeinigt. Dieser Nutzer (Hubertus) gibt dem Projekt auch den halben Namen, den zweiten Teil steuern die Höfe bei, auf denen das Projekt realisiert wird.

Im vorderen Bereich planen die Investoren eine gewerbliche Nutzung – dort sollen Werkstatt-, Büro- und Ausstellungsflächen für einen nicht störenden Handwerksbetrieb oder Ausstellungs- und Verkaufsflächen entstehen. Möglicherweise sind auch noch andere Nutzungen vorstellbar, unterstreicht Thelen. In der Lagerhalle im rückwärtigen Bereich des Strangemann-Areals sollen künftig Jahresstellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile und Boote eingerichtet werden. Für den vierten Bereich im Innenhof ist ein Nutzungskonzept noch in Planung. Das komme auch auf die Wünsche möglicher Nutzer an. Neben der Revitalisierung der Immobilie ist den Investoren auch wichtig, dass ein „Schmutzfleck“ in diesem Teil Zweckels verschwindet.

Ihre Pläne haben die Investoren, die sich noch bedeckt halten, wie hoch die Investitionssumme sein wird, eng mit der Stadt abgestimmt. Eine positive Bauvoranfrage liegt vor, ein Bauantrag sei gestellt, berichtet Thelen.

Stadtbaurat Carsten Tum zeigt sich angetan von den Plänen. Mit einer schnellen Genehmigung des Bauantrags in den nächsten Wochen sei zu rechnen. Da seien nur noch Details zu klären. Tum: „Das Ganze ist aus städtebaulicher, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht eine gute Lösung für das Stadtviertel.“ Und es sei eine gute Lösung für den Schützenverein, der nun eine langfristige Perspektive habe.