Heiße Nacht in Gladbecker Kneipen

Dieter Kessler (v. l.), Fredi und Norbert Schaaf von der Gladbecker Cover-Band "Creedence Clearwater Rock"
Dieter Kessler (v. l.), Fredi und Norbert Schaaf von der Gladbecker Cover-Band "Creedence Clearwater Rock"
Foto: FUNKE FotoServices
14 Standorte bieten Musik unterschiedlicher Art im Stadtgebiet. Von Hardrock bis Blues und Swing ist alles dabei. 1200 Besucher feiern ausgelassen.

Gladbeck..  Die Neuauflage der Gladbecker Kneipennacht war ein voller Erfolg: Rund 1200 gesellige Musikliebhaber zogen am Freitag singend und lachend durch die Straßen, sie kamen mit anderen Menschen ins Gespräch und machten an mindestens einem der 14 teilnehmenden Veranstaltungsorte Halt. Überall spielten Bands unterschiedlicher Musikrichtungen, so dass jeder auf seine Kosten kam. Egal ob Hardrock, Irish-Folk, Rockabilly, Blues, Swing oder Country – die Gäste tanzten und schunkelten vor den Bühnen, sie nahmen an der Theke ein kühles Getränk zu sich und feierten ausgiebig mit Freunden und Bekannten. Die WAZ war mit dabei und besuchte einige der örtlichen Kneipen, Lokalitäten und Schankhäuser, um Stimmungen und Meinungen einzufangen.

Ein gelungenes Fest Gute Laune mit passender Garderobe zur Musik im Café Stilbruch. Die „Ballroom Rockets“ sorgen hier mit Rockabilly-Sound für gute Laune unter den Gästen.

Im Musik Pub in Rentfort war einiges los. Hier starteten vor allem die Fans der Band „Creedence Clearwater Revival“ in die Kneipennacht, denn die Coverband „Cool Creedence Rock“ (Ex „Dirty Fingers“) spielte auf. Die drei Musiker, ganz in schwarz gekleidet, gaben auf der Bühne alles, huldigten ihren Vorbildern. Es dauerte nicht lange, da hatte die ersten Besucher das Tanzfieber gepackt und feierwütige Gäste setzten Schritt vor Schritt. Zu Songs wie „Proud Mary“ ließen sie es auf der Tanzfläche krachen. Es wurde eng in der Kneipe, denn viele Leute wollten die Musiker sehen. „Es muss richtig gute Stimmung herrschen, für uns ist es ein Heimspiel“, sagte Bandmitglied Norbert Schaaf, der mit dem Abend und der Publikumsresonanz sehr zufrieden war.

Im Café Stilbruch sorgten die „Ballroom Rockets“ für einen gelungenen Konzertabend, der ganz im Zeichen des Rockabilly stand. Hier fand sich eher jüngeres Publikum ein, das zu rhythmischen Melodien die Schultern und Hüften bewegte. Viele der Gäste zog es in den Pausen nach draußen und an die frische Luft, so dass es mal in der Kneipe, danach vor der Kneipe voll wurde. „Mir hat der Auftritt bisher sehr gut gefallen“, betonte Heike Plaßmann (35), die sich für den Abend sprichwörtlich extra in Schale geworfen hatte – hochtoupierte Haare zum Pünktchenkleid. „Wir bleiben heute hier. Uns gefällt die Musik so gut, dass kein anderer Standort für uns infrage kommt.“

Bei der Gladbecker Combo „Wasted Luck“ flogen in der Kneipe Unser Pub am Goetheplatz die Fetzen. Denn: Die Band forderte eine Besucherin auf, zu dem Coversong „Rock’n’Roll Queen“ eine Gitarre zu zerschlagen. Diese kam der Aufforderung der Rocker nach und hämmerte das Instrument in seine Einzelteile – ein erinnerungswürdiger Augenblick für so manchen Kneipennachtbesucher. Bandmanager Dirk Westheide sagt zum Auftritt: „Es ist wichtig, dass wir uns in unserer Heimatstadt präsentieren können. Das Format Kneipennacht ist sehr gut dazu geeignet.“

Der Organisator Michael Prescler resümiert: „Ich bin mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Es gab keine Problem oder Polizeieinsätze. Es war ein gelungenes Fest.“

 
 

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