Heisenberg-Gymnasium in Gladbeck muss kernsaniert oder abgerissen werden

Das Heisenberg-Gymnasium mit zwei Großsporthallen und dem neuen Forum auf dem Schulhof.
Das Heisenberg-Gymnasium mit zwei Großsporthallen und dem neuen Forum auf dem Schulhof.
Foto: www.blossey.eu
Die Stadt Gladbeck muss eine wichtige Entscheidung für die Zukunft des Heisenberg-Gymnasiums treffen. Die Schule muss entweder kernsaniert oder abgerissen und neu gebaut werden. Ein Neubau, sagt Bürgermeister Ulrich Roland nach ersten Berechnungen, „könnte an die 20 Millionen gehen“.

Gladbeck.. Für das jüngste der drei städtischen Gymnasien steht eine Entscheidung von enormer Tragweite an: Das Heisenberg-Gymnasium an der Konrad-Adenauer-Allee muss entweder kernsaniert oder abgerissen und neu gebaut werden. Andere Optionen gibt es nicht. Das machten Bürgermeister Ulrich Roland und Schuldezernent Rainer Weichelt bei einem Pressegespräch deutlich. Und wegen der Bedeutung dieser Entscheidung nimmt sich die Stadtverwaltung ein Jahr „Bedenkzeit“.

Ein Neubau „könnte an die 20 Millionen gehen“

Es geht um viel Geld – in beiden Fällen. Als das Gebäude Ende der 60er Jahre als Konsequenz explodierender Schülerzahlen in der damals üblichen Leichtbauweise quasi aus dem Boden gestampft wurde, fragte noch spielten Heizkosten noch kaum eine Rolle. Konsequenz fast 45 Jahre später: Allein die zwingend notwendige energetische Sanierung würde 9 Millionen Euro verschlingen. „Dann ist das Schulgebäude aber immer noch nicht barrierefrei, noch nicht für den Ganztagsbetrieb ausgestattet, und Brandschutzmaßnahmen sind ebenfalls notwendig“, skizzierte Bürgermeister Roland grob das Investitionsvolumen im Falle der Sanierung. Ein Neubau, so die ersten Berechnungen, „könnte an die 20 Millionen gehen“.

„Wir stehen vor der Frage, ob wir in den nächsten Jahren eine zweistellige Millionensumme in die Sanierung des Heisenberg-Gymnasiums investieren, oder ob die Anforderungen, die heute und in den nächsten Jahrzehnten, vor allem unter pädagogischen Gesichtspunkten, an ein modernes Schulgebäude gestellt werden, durch einen Neubau wirtschaftlicher zu erfüllen sind“, fasste Dezernent Weichelt die grundsätzlichen Überlegungen zusammen, mit denen sich in den kommenden Monaten die Fachleute aus Schul- und Bauverwaltung auseinanderzusetzen haben. Am Ende der umfangreichen Vorüberlegungen, Abwägungen und Kalkulationen wird der Vorschlag der Verwaltung für den Schulausschuss und den Rat der Stadt stehen.

Es wird auch in Zukunft drei Gymnasien in Gladbeck geben

Rund ein Jahr also wird sich die Schulgemeinde noch gedulden müssen, bevor die endgültige Entscheidung fällt. Eine noch wichtigere allerdings hat die Verwaltung schon getroffen: Es wird auch in Zukunft drei Gymnasien in Gladbeck geben – trotz sinkender Schülerzahlen. Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium und Heisenberg-Gymnasium bieten derzeit Raum für elf bis zwölf Züge. „Bis zum Jahr 2030 gehen wir aus heutiger Betrachtung von einem gesamtstädtischen Bedarf von neun gymnasialen Zügen aus“, sagte Schulentwicklungsplaner Stefan Sabbadin. Deshalb stehe fest: „Ohne das Heisenberg-Gymnasium geht es nicht.“

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen