Gladbecks Radwegenetz soll bis 2020 top werden

Radler sollen mehru nd mehr in Schutzstreifen auf die Straße – so wie hier Patrick Kretschmann auf der Feldhauser Straße in Zweckel.
Radler sollen mehru nd mehr in Schutzstreifen auf die Straße – so wie hier Patrick Kretschmann auf der Feldhauser Straße in Zweckel.
Foto: WAZ FotoPool
Die Verkehrsplaner der Stadt feilen an einem Radwegekonzept in Gladbeck mit Verbesserungen und mehr Sicherheit. Zunächst aber erfolgt die weitere Analyse der Radwege. Das nördliche Stadtdrittel ist bereits untersucht worden, die Verwaltung präsentierte die Ergebnisse.

Gladbeck.  Gladbecks Radwegenetz soll attraktiver und sicherer werden: Die Stadtverwaltung erarbeitet dazu in den nächsten Jahren eigens ein Radverkehrskonzept 2020 und setzt entsprechende Maßnahmen Schritt für Schritt um. Das nördliche Drittel des Stadtgebietes haben die Stadt- und Verkehrsplaner bereits intensiv unter die Lupe genommen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

Der Stadtplanungsausschuss begrüßte auf seiner jüngsten Sitzung das Vorhaben und gab offiziell grünes Licht. „Das Konzept soll dem fahrradfreundlichen Gladbeck dienen“, so Verkehrsplaner Thomas Ide, der ein gesamtstädtisches Ziel- und Maßnahmenprogramm zur Verbesserung anstrebt. Die seien auch deshalb nötig, da es in den letzten Jahren grundsätzlich „maßgebliche inhaltliche Veränderungen“ in der Radfahrpolitik gab, etwa die, dass Radler, wann immer es geht, auf der Straße fahren sollen.

Weitere Schutzstreifen geplant

Daher geht es an vielen Stellen der Stadt um Abmarkierungen auf Straßen, die Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen, aber auch um Erneuerungen von Radwegen, die Beseitigung von Barrieren, die Lichtung des Schilderwaldes und eine grundsätzliche Verbesserung des Radwegenetzes durch die Stadt. Ide: „Je mehr Radfahrer im Straßenraum fahren, desto mehr werden sie wahrgenommen und desto sicherer wird das Radfahren in der Stadt.“ Beispielsweise schlägt Ide vor, bei einem Umbau der Dorstener Straße den Radverkehr durchgehend in den Straßenraum zu legen. Dort, aber auch im östlichen Teil der Tunnelstraße, entspreche die Führung des Radverkehrs (teils auch auf der Fahrbahn) nicht mehr den heutigen Anforderungen. Vor allem im Bereich der Mittelinseln sei der Radverkehr weder komfortabel noch sicher.

Das Gleiche gelte für die Feldhauser Straße zwischen Bahn und Kreisverkehr, wo es unterschiedliche Verkehrsführungen für Radler gebe, so der Verkehrsplaner. „Die Radler sollten komplett auf die Straße.“ Auch für die Üchtmannstraße und die Kirchhellener Straße plant die Verwaltung durchgehende Schutzstreifen auf der Straße.

Die weitere Analyse des Radwegenetzes folgt in den nächsten Jahren

Bewährt hätten sich die Schutzstreifen auf der Beethovenstraße, Ide kritisiert aber den schlechten Zustand der Fahrbahn und hält die Breite der einzelnen Fahrbahnteile für überarbeitungsnötig. Auf der Bülser Straße bestehe eine uneinheitliche Regelung für Radler, hier sei eine Überplanung nötig.

U.a. meint der Verkehrsplaner, die Benutzungspflicht für die Radwege sollte aufgehoben werden. Das schlägt er auch vor für die Arenbergstraße (zwischen Tunnel- und Händelstraße), Berliner Straße, Bülser Straße (zwischen Scheideweg und Konrad-Adenauer-Allee), Feldhauser Straße (zwischen Kreisverkehr und Bahnlinie), Huyssenstraße sowie Hegestraße (zwischen Horn- und Voßbrinkstraße).

Die weitere Analyse des Radnetzes folgt in zwei Abschnitten in den nächsten Jahren, die Umsetzung der Verbesserungen möglichst bis 2020.

 
 

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