Gladbecks Bürgermeister fordert Gleichbehandlung mit Bayern

Der heiße Herbst zur A 52 hat schon begonnen. Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) erhält jetzt Post von Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) aus Gladbeck: „Was für Oberau in Bayern gilt, muss auch für Gladbeck in NRW gelten.“
Der heiße Herbst zur A 52 hat schon begonnen. Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) erhält jetzt Post von Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) aus Gladbeck: „Was für Oberau in Bayern gilt, muss auch für Gladbeck in NRW gelten.“
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Das jüngste WAZ-Forum am Flughafen Essen-Mülheim bringt die A 52-Debatte auf Touren. Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) erhält Post aus Gladbeck.

Gladbeck.. Vor dem nächsten A 52-Spitzengespräch am 3. November in Berlin macht Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) Druck auf höchster Ebene: In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) fordert die Stadtspitze, dass es für die A 52 in Gladbeck im Falle eines Ausbaus eine ähnlich komfortable Lösung geben müsse wie sie in Oberau (Bayern) verwirklicht worden sei, das im Wahlkreis Dobrindts liegt.

Roland greift damit die Worte von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) auf, der beim WAZ-Forum in dieser Woche darauf hingewiesen hatte, dass der Bund für die vier Kilometer lange Ortsumgehung in Oberau, davon drei Kilometer im Tunnel, 200 Millionen Euro ausgebe. Groschek: „Was für Oberau gilt, muss auch für Gladbeck gelten.“

Das sieht der Bürgermeister genauso: „Hier kann es nur um die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Gladbeck gehen, denn es kann für die Finanzierung von Bundesautobahnen nur einheitliche Regeln und Maßstäbe in ganz Deutschland geben“, schreibt Roland in einem persönlich adressierten Brief an den Bundesverkehrsminister.

Vor diesem Hintergrund könnten finanzielle Gesichtspunkte auch nicht im Vordergrund stehen, wenn am 3. November in Berlin wieder über Tunnel-Länge oder Autobahnkreuz-Gestaltung verhandelt werde, so der Bürgermeister. Beim Gespräch im März 2015 hatte man Prüfaufträge vereinbart, deren Ergebnisse nun Anfang November vorgestellt und bewertet werden sollen.

„Wir im Ruhrgebiet sind keine Bürger zweiter Klasse!“

Roland führt mit Blick auf die Groschek-Worte beim jüngsten WAZ-Forum am Flughafen Essen-Mülheim aus: „Ich bin Michael Groschek außerordentlich dankbar für diese Klarstellung. Es kann nicht sein, dass in Bayern für die Finanzierung von Bundesautobahnen andere Regeln gelten als in Nordrhein-Westfalen. Wir im Ruhrgebiet sind keine Bürger zweiter Klasse! Was für 3000 Menschen in Bayern möglich ist, muss für 75 000 Menschen in Nordrhein-Westfalen erst recht möglich sein.“

„Plädoyer für eine bessere Mobilität“ fließt verstärkt in die Diskussion ein

Auch die jüngste Veröffentlichung des Bürgerforums „Plädoyer für eine bessere Mobilität“ fließt jetzt in die aktuelle A 52-Diskussion verstärkt ein. Roland hat Exemplare der 68-Seiten-Ausarbeitung an Bundesverkehrsminister Dobrindt, an NRW-Verkehrsminister Groschek und auch an die IHK geschickt: „Ich übersende Ihnen ein Exemplar dieses Plädoyers zur Kenntnisnahme mit der Bitte, die dort vorgestellten Positionen in die weitere Diskussion auch innerhalb Ihres Hauses einzubeziehen.“

 
 

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