Gladbecker Schülerinnen tanzen im Musiktheater im Revier

Breiten ihre Flügel aus : Die Schülerinnen der Erich-Kästner-Realschule proben für das Ballett Move! Schwarz.Weiss.Schwan.
Breiten ihre Flügel aus : Die Schülerinnen der Erich-Kästner-Realschule proben für das Ballett Move! Schwarz.Weiss.Schwan.
Foto: WAZ FotoPool
„Move! Schwarz.Weiss.Schwan“ heißt eine Kooperation zwischen den Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR) und Schülern aus der Region. Mit dabei sind auch zehn junge Tänzerinnen von der Erich-Kästner-Realschule in Gladbeck. Seit einem halben Jahr proben sie unter professioneller Anleitung.

Gladbeck..  Zehn Mädchen zu bändigen, das kann ein aussichtsloses Unterfangen sein. Es kann aber auch ganz leicht sein. Seit einem halben Jahr beweisen das die Schülerinnen aus der 8a und 9b der Erich-Kästner-Realschule, die sich jeden Donnerstag nach Schulschluss in der Aula zu Proben treffen.

Klar, sie kichern manchmal. Aber ihr Projekt betreiben sie mit einer beeindruckenden Ernsthaftigkeit. Wie die Profis, die ihnen dabei zur Seite stehen. Ende Juni wird „Move! Schwarz.Weiss.Schwan“ im Musiktheater im Revier (MiR) am Gelsenkirchener Kennedyplatz Premiere feiern. Insgesamt 150 Schüler aus der Region werden dann zusammen mit Ensemblemitgliedern des Theaters tanzend den Klassiker „Schwanensee“ nachempfinden. Noch üben sie getrennt voneinander Szenen des Balletts ein.

Die Gladbeckerinnen werden dabei die „weiße Welt“ präsentieren. Am Anfang, zum Höhepunkt und zum großen Finale des Stücks werden sie zu sehen sein – im großen Haus des Theaters! Ob sie Lampenfieber haben? „Ich lasse mich eigentlich nicht nervös machen“, sagt Merve (14) selbstbewusst. Die anderen nicken. Einige haben schon vor Publikum getanzt, wie Aylien (14), Eva, Antonella, Lea (alle 15) und Lynn (16). Für die anderen wird der Auftritt im MiR der erste sein – und das gleich auf der richtig großen Bühne. 1008 Plätze hat das Große Haus.

Choreografie mitentwickelt

Da möchte sich niemand blamieren. Umso wichtiger ist die Probenarbeit. Bis zur Premiere wird den Mädchen viel abverlangt. Bald werden die Proben von Brauck ins MiR verlagert, bis zu dreimal pro Woche werden sie dann tanzen. Die Choreografie haben die Schülerinnen gemeinsam mit Projektleiterin Marika Carena erarbeitet. „Wir durften viel mitgestalten“, sagt Lynn.

Der Schauspieler und Regisseur Sebastian Schwab übernimmt die Regie des Großprojekts. „Ihr alle seid verantwortlich dafür, dass wir so super sind, wie wir nur sein können“, erklärt er. Die Ansprache auf Augenhöhe kommt an. Der Regisseur ist zufrieden. „Es wird immer besser, echt schön“, lobt er die Mädchen, die mal tanzend Wellen und Schwäne vor den Augen der Zuschauer entstehen lassen und mal zu wummernden Beats einen Hip-Hop-Battle nachstellen.

Teil der Geschichte sein

„Wenn wir ins Theater umziehen, werdet ihr die anderen sehen, dann werden wir um die 150 sein“, erzählt Schwab, die Augen der Mädels beginnen zu glänzen. „Ich freue mich auf das Gesamtbild“, sagt Lynn, „normalerweise sieht man ja die Geschichte von außen – jetzt sind wir Teil davon.“

Die Idee, beim MiR-Projekt mitzumachen, hatte Lehrerin Barbara Granderath nach einem Besuch mit der 8a im Musiktheater. „Das wollen wir auch machen“, habe es da geheißen. Sechs Schülerinnen blieben am Ball, zusammen mit vieren aus der 9a. „Total disziplinierte Mädchen, Fehlen gibt’s hier nicht.“ Die Pädagogin ist begeistert vom freiwilligen Engagement. „Es gibt viele Schüler, die man ganz schnell für etwas begeistern kann“, sagt sie. Zehn davon werden das bald auf der großen Bühne zeigen.

 
 

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